Finale 2020

18.10.20
Tja, und dann ging es alles soooo schnell. 7000 Blumenzwiebeln - für so manchen vielleicht ein Grund, sich tot zu stellen. Und dann - zack - mit unterschiedlichen  und durchaus zu diskutierenden Methoden wurden Löcher in den Boden gebracht und mit Frühblühern befüllt, dass es nur so pfiff. In einer knappen Stunde waren wir durch. Wer im nächsten März / April an der Bahnschranke auf die Durchfahrt des pfeilschnellen Heidesprinters wartet, dem flattert das blaue Band des Frühlings amtlich um die Ohren. Wir sind gespannt auf die kommende Blütenfülle und gucken aber auch  stolz zurück auf drei Jahre Buddelei - will heißen: über 20.000 Blumenzwiebeln für diesen Ort.
Danke an alle "Wühlmäuse" und auch an Bäckerei Weiß für die lecker Butterkuchen-Spende und Irene, die aus den Äpfeln der Streuobstwiese am Tostedter Weg einen köstlichen Kuchen gezaubert hat. WIR haben es mal wieder gut gewuppt.

Maskenball

11.10.2020
Mutet das nicht römisch-dekadent an? Eine Liegefläche mit üppigem Buffet.Fehlen nur noch die Weintrauben und der Palmwedel.
Und die Maske durfte beim Schmausen abgenommen werden.  So geschehen am 03.Oktober beim 2. Holm-Seppensener Saatgut- und Stauden-Tauschmarkt. Auch wenn es nicht so voll war wie an den Ostseestränden dieser Tage- unter den gegebenen Umständen haben wir das Beste draus gemacht und fleißig bald Blühendes getauscht und unter die Leute gebracht. Denn darum geht es: Gesunde ungespritzte Pflanzen oder Samen zu teilen und unsere Gärten ein gutes Stück bunter und insektenfreundlicher zu machen. Danke an alle, die diesen Nachmittag zu einem schönen und sinnvollen Nachbarschafts-Event werden ließen. Die Gemeinschaft wächst.

Hocketse

25.08.2020
Vorletzten Sonntag haben wir uns mal wieder gehörig zusammengerottet. Es gab einige Dinge zu besprechen und eine Bank aufzustellen. Aus einem alten Dachbalken hat Michael Joopmann uns was richtig Schönes zusammengebaut. Hier kann man Pause machen mit bestem Blick aufs Geschehen. Die alte Baumscheibe - eigentlich als Hocker gedacht - eignet sich gut als Tischchen für Malutensilien oder das Pausenbrot. Vielleicht kriegen wir auf diesem Wege ja die Zwerge von der KITA Am Schoolsolt öfters zum Insektengucken animiert.
Diese Bank ist aus Spendengeldern der Holm-Seppensener Bürger bezahlt und dafür danken wir euch allen ganz herzlich.

"Sitzen is' für'n Arsch", dachte sich Christiane und fläzte sich gleich über die ganze Länge hin. So sprudeln die Einfälle auch besser und wir haben bei diesem überfälligen Treffen eine Menge Pläne für den Herbst geschmiedet. So stehen als nächstes die Herbstpflanzaktion (Termin folgt) und der Stauden- und Saatgut-Tauschmarkt am Sonntag, den 04. Oktober an (Einladung unter Termine).

Die Infokästen an den Nisthilfen bestücken wir in den nächsten Tagen mit den neuen Broschüren des Bundesumweltministeriums für Ernährung und Umwelt. Eine tolle Ergänzung zu den guten Informationen, die jetzt schon auf Abholung warten. Wer jetzt noch meint, er hätte nicht gewusst .......

Freuen tut uns auch der Regen, wenn auch der Wechsel von Karibik auf Hamburger Wetter viel zu abrupt war. Die stabileren und extremeren Großwetterlagen werden uns wohl in der Zukunft begleiten. Nun gut, wir haben gestern den Ofen angemacht. Eine Woche vorher lag man noch schweißgebadet unter einem Taschentuch.

 

Zum Schluß: vor ca. 10 Tagen ist jemand mit einem Trecker oder einer Zugmaschine über die ganze Breite unserer Blühfläche am Tostedter Weg gefahren. Pflanzen niedergemangelt, Boden verdichtet, Hirn war nicht angeschaltet.

Oder es war einfach eine ignorante und armselige Aktion. Wir werden es herauskriegen.

Volksbegehren gestartet - genau hierfür!!!

9.06.2020
Sonne und Regen. Alles scheint vor Leben zu strotzen. Es gibt auch unendlich Vieles, über das wir glücklich sein können. Aber trotzdem schwindet im gleichen Augenblick vieles unwiderruflich dahin. Hier ein paar Bilder, die - brandaktuell zeigen, was für Wunder wir direkt vor der Haustür haben. Tatsächlich waren das alles coole Videos, aber ich kann die auf Jimdo nicht einbinden. Ich - kann das nicht. 

  • 1) Heute habe ich meine Bienen beim Königinnenmord erwischt. Als ich in eines meiner Völker reingeschaut habe, waren die Damen gerade dabei ihre Majestät abzustechen. Die neue Königin ist definitiv schon irgendwo herumgelatscht und hat leere Versprechungen gemacht, was ihre kommende Amtszeit angeht. Man kennt das ja. Sowas habe ich aber in zwölf Jahren Imkern noch nicht miterlebt.
  • 2) Alex hat das Bild mit der Gardena-Wildbiene geschickt. Eine seltene sehr eigenwillige Spezies. Schließlich hat Alex doch eine Top-Insektennisthilfe gebastelt. Tja, immerhin Alleinlage. Und nah am Wasser!
  • 3 u 4) Marco und Christiane haben direkt in der Nachbarschaft eine große Kolonie von erdbewohnenden Wildbienen. Diese haben den Rat meines Vaters befolgt: immer erst gucken, wie die Nachbarschaft ist, bevor du dir eine Immobilie anschaffst. Ich würde mal sagen: volle Punktzahl für Marco und Christiane.

So, und nun bitte alle den Unterpunkt "Volksbegehren Artenvielfalt" (unter "Aktionen") anklicken, sich auf der entsprechenden Internetseite noch mal Infos holen und mitmachen. 

Wenn nur jeder von uns einen Bogen an Unterschriften (Platz für acht) vollkriegt, haben wir schon 1/6 der für Buchholz (runtergebrochen!) nötigen 10% Unterschriften. Das kann auch Spaß machen und man lernt Leute kennen. 

Nicht jede Frau braucht eine Handtasche

14.06.2020

Das hätten wir nun auch geschafft. Gestern haben wir die schon seit Tagen in Töpfen vor sich her wimmernden Stauden um den Gedenkstein im Richard-Heuer-Park (Sniers Hus) in den Boden gebracht. Stockrosen, Katzenminze, Monarden, Margeriten und Salbei sollen nun ein Blickfang und Anziehungspunkt für Insekten werden. Das von Frauenmantel dominierte Beet hat jetzt endlich interessante Gesellschaft. Leider stehen um das Beet hüfthohe Gräser, die sich schon auf die Reinvasion freuen. Mal gucken, ob wir den Bereich dauerhaft in den Mähplan des Bauhofes eingebettet kriegen, sonst war die Arbeit für die Katz. Danke an Simone, Kalle, Irene und Dirk. Und an Martina Schaumann von Mädesüß, die mit mir den Pflanzplan erstellt hat. Ich hoffe, wir haben das halbwegs in ihrem Sinne umgesetzt.

Und hier noch ein tolles Beispiel für nachbarschaftliches Engagement im Sinne der Summer und Brummer, das im Rehweg in Holm-Seppensen entstanden ist. Susanne Kratz und ihre Nachbarinnen haben entlang der Zufahrt zu ihren Häusern ein wahres Paradies geschaffen mit einer tollen Vielfalt. Selbstredend ist da die Hölle los. Ich finde, viel mehr Nachbarn könnten doch auf diese Weise zusammenkommen. Ich hatte das Glück zur Einweihung bei leckeren Kuchen eingeladen worden zu sein und ich kann nur sagen - das hat Spaß gemacht und schreit nach einer eigenen Rubrik. Was meint ihr? Watch your neighbourhood!!

Apothekergärtchen

10.06.2020
 Endlich steht das Schild - nicht festgemauert in der Erden - aber immerhin witterungsbeständig und hoffentlich ohne Rechtschreibfehler. Ich hab mal nachgeschaut. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr haben wir mit einigen Leuten die insektenfreundlichen Stauden mit Heilkraft gepflanzt. Die Blüten kommen langsam in Wallung und es summt und brummt. So hatten wir uns das vorgestellt. Danke an Herrn Deisting für die Kostenübernahme des Schildes und an Uwe fürs Montieren. 

Luxusprobleme

06.06.2020
Für die heutige Pflanzaktion musste ich leider nach der Devise vorgehen "wer zuerst kommt, schaufelt zuerst". So viele Leute wollten mitmachen bei unserer ersten Ortsmitten-Verschönerungsaktion. Aber das geht ja nun mal nicht. Also vielen lieben Dank an alle Leute, die ihren festen Willen bekundet haben aber nicht ran durften; an die, die zuhause auf die Kinder aufgepasst haben und natürlich an die, die den Spaten in die Hand genommen haben. Cornelius macht hier sehr schön vor, wie man "immer aus den Knien heraus - ganz wichtig!" Erde schaufeln mit Yoga verbindet. Melanie sieht eher skeptisch aus. Aber es funktioniert. Team Viebach incl. Baby hat super abgeliefert und wer die Ohren gespitzt hat, konnte gleich noch ein paar Garten-Geheimtipps abgreifen. Ich denke, keiner hat körperlichen Schaden leiden müssen und in zwei sich abwechselnden Trupps sind wir in zwei Stunden mit der Pflanzaktion durch gewesen. Uwe hat derweil einsam seine Heckensensen-Runden gezogen und die Flächen am Eidigweg und am Tostedter Weg zugänglich gemacht. Ich hoffe, dass nicht all zu viele Blumenpflücker diese Chance beim Schopfe packen und sich dicke Sträuße Margeriten holen. Aber - es kommt - auf allen Flächen - nicht nur Margeriten!! Sogar die Betonfläche an der Schule wird gut. Dort steht der Nattern-kopf in voller Blüte und bald wird ein Feuerwerk aus Königskerzen hinzukommen. Dies Jahr könnte es was werden!!! Dem Himmel sei Dank!

De Pingsttour

03.06.2020
Martina hat in Trelde ihrer sprudelnden Kreativität freien Lauf gelassen und einen "Lebenswandelpfad" geschaffen. Die letzten sehr warmen Tage haben wieder mal gezeigt, wie wichtig Wasser, Schatten und gute Luft zum Atmen sind. Und da kommt man an den Bäumen nicht vorbei. Also - nicht nur den Rasen wässern sondern in erster Linie an die Sträucher und Bäume denken. Denn diese spenden Leben. Rasen eher nicht. Oder habe ich was nicht mitgekriegt?

Miriam und ich haben von den Spendengeldern des Weltbienentages angeschaffte Pflanzen in die Beetlücken vor der Apotheke gepflanzt. Der Beinwell ist ein wahrer Magnet für Hummeln - die aber leider ziemlich kamerascheu sind. Nun sind noch Sterndolden, Purpur-Sonnenhüte, Baldrian, Teufelsabbiss und weitere Apotheker-Ysop dazugekommen. Leider konnten wir nicht gießen und Pfingsten war "zum Sterben" schön aber jetzt regnet es ordentlich und wir hoffen auf das Durchhaltevermögen der Stauden.
Am Wochenende haben Irene, Sabine und Sina sich ordentlich die Augen aus dem Kopf geguckt - Tagfalter-Monitoring stand an. Allgemein sieht es mit Schmetterlingen eher mau aus, aber immerhin wurden einige Bläulinge und ein Zitronenfalter-Männchen gesichtet. Nach Insekten suchen kann man dieser Tage generell mit wissenschaftlichem Anspruch - der Insektensommer ruft zu einer großen Zählaktion auf. 

 

Für die einen ein schöner Anblick, für die anderen ein Lebensraum, in dem auch das Gesetz von Fressen und Gefressen werden gilt. Wenn man versucht, wirklich mal genau zu schauen - es tun sich überall spannende Welten auf. Dazu passt meine Lieblingstextzeile aus dem Abendlied von Matthias Claudius: So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 


Weltbienentag

21.05.2020
Gestern war Weltbienentag.  Eine gute Gelegenheit, mal wieder an die Öffentlichkeit zu treten und die Belange der Insekten in Erinnerung zu bringen. Wir wollten uns nicht vor REWE ins Einkaufsgetümmel mischen und haben uns daher neben die Mühlen-Apotheke gestellt. Was man unterm Strich feststellen muss, ist 1) es gehen die wenigstens Leute zu Fuß oder fahren Rad. Das Auto ist als Fortbewegungsmittel Nr. 1 wiederentdeckt. An der Hauptstraße muss man sich schon mit sehr lauter Stimme verständigen, wenn man Gehör finden will. Die tiefe Stille der Lockdown-Tage hat einem schon bewusst gemacht, dass wir uns in einem ständigen Grundrauschen bewegen, aber das war noch mal eine Schippe oben drauf. 2) Viele Menschen haben Angst angesprochen zu werden. Wir sind vielleicht nicht immer nach der neuesten Mode gekleidet aber wie gewalttätige Hooligans sehen wir nun auch nicht aus (bis auf das T-Shirt von Dirk). Aber es setzt bei einigen Menschen ein interessant zu beobachtender Fluchtreflex ein, wenn ihnen jemand zuruft: Möchten Sie eine Sonnenblume geschenkt bekommen? 

Das Gute war: wir sind dann natürlich doch noch alle Sonnen-blumenkinder und Saatguttüten los geworden, haben vielen Leuten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und es gab Erdbeeren (danke Marcus!) und Gebäck (danke Irene!) und was zu Lachen. Und es war wieder mal so schön, dass wir tolle Leute zum Helfen und Schnacken hatten. Und dann darf ich euch noch den Gartenplaner der Zukunft vorstellen. Leonard Viebach. Tusch! Wir beginnen in Kürze mit der Umsetzung der Neupflanzung der Ortsmitte. Und hier präsentiert er stolz den Pflanzplan für das erste Segment, das hoffentlich schon bald in ganzer Pracht und Herrlichkeit erstrahlen wird.


Frühjahrsputz bei Bienchens

16.05.2020

Heute war Aktionstag als Radtour getarnt. Alle Flächen wurden besucht, Feld- und Bienenweide-Schilder aufgestellt und nicht vorzeigbare Holzblöcke mit Senkern und Bürstchen wieder chic gemacht. Frühjahrsputz eben. Die Bienchen kippen den Müll ja so einfach vor die Tür, wie wir feststellen mussten. Durchgefegt wird da nicht. Sauerei! Dirk und Irene hatten die Nisthilfen schon einige Tage vorher Meisensicher gemacht. Jetzt müssen die Piepmätze sich ihre Insekten halt im adulten Stadium suchen. Maden adé. Vorsichtig haben wir auch das erste Mal in unseren "Showroom" geluschert - das Observatorium der Bienenlarven-Entwicklungsstadien - das sich in der Nisthilfe beim Sniers Hus befindet. Hier einige Einblicke.

Komm lieber Mai und mache

11.05.2020
Eine Woche mit sommerlichen Temperaturen liegt hinter uns. Vielleicht hat der/die eine oder andere bei der Stunde der Gartenvögel mitgemacht und fleißig mitgezählt. Bei uns war einiges los! Aber auch der Rest der Natur marschiert nun richtig. An den Nisthilfen wird kräftig für die nächste Generation gesorgt und die ersten Allium, die wir letzten Herbst gepflanzt haben, öffnen ihre Blütenstände. Die Obstbäume sind in voller Blüte und wer zufällig einen Weißdorn in der Nähe hat, der mag gedacht haben, dass er sich mitten in einem Bienenschwarm befindet, so laut hat es gesummt. Am Tostedter Weg kann man vermehrt interessierte Familien beobachten, die auch gerne die Fläche nutzen, um ein Eis zu essen und die Vogelscheuchen zu ärgern. Die Aufstellung einer Bank wäre eine Überlegung wert. Nun kommt endlich etwas Regen, die Eisheiligen halten uns unter Wind und danach wird es schon wieder warm. Ich hoffe sehr, dass unsere Saat dann keimt und nicht wieder vertrocknet. Das dritte Dürrejahr in Folge - da hilft auch keine Maske.

Letzte Woche konnten wir StadtGrün Buchholz überzeugen (nach diversen Versuchen), dass unsere Ortsmitte eine Bienenbotschafter-Intensivbehandlung braucht. Seit Jahren stehen Gelder zur Verfügung. Seit Jahren passiert aber nichts. Nun dürfen wir uns dort offiziell austoben. Geplant ist eine langlebige trockenheitsresistente Staudenpflanzung im Stile der Pflanzung bei Famila / Buchholz. Weitere Infos folgen. Hier ein Bild der Buchholzer Pflanzung, daneben die aktuelle Situation in Holm-Seppensen incl. Müll und Kippen. Leute, da geht noch was.

Ein Frühlingsgedicht

04.05.2020

Eigentlich schreibe ich diesen Text nur, um euch dieses tolle Bild zu zeigen, dass Uwe vor ein paar Tagen in einem unserer Bienenvölker geschossen hat. Hier sieht man eine wunderhübsche kleine Honigbiene, die als lebende Brücke dient. Rechts wird eine Naturwabe gebaut und die Bienen können von links rüber laufen, und Wachs für den Bau aber auch Proviant für die ganzen kleinen Baumeister rüber schaffen. Ist doch der Hammer, oder? 

Aber auch ansonsten passieren im Moment einfach nur kleine Wunder in der Natur. Der längst überfällige Regen hat gezaubert. Ist es euch auch schon mal aufgefallen, dass man bei Trockenheit gießen und gießen kann und es ist nichts mehr als eine lebenserhaltene Maßnahme. Kommt dann aber der Regen - ich meine richtiger Regen - dann trinkt sich die Natur satt und so sieht sie dann auch aus. Prall und schön.
Eine weitere gute Nachricht: die Martin-Luther-Kirche hat jetzt eine kleine Blühfläche angelegt, die zusätzlich noch mit Stockrosen verschönert wurde. Eingesät bei Regen ist die Starthilfe doch garantiert. Marianne, die diese Aktion organisiert und vorangetrieben hat, verdient ein 3faches HippHippHurra.

Für die KITA am Schoolsolt haben wir dann noch 85 Samentütchen gebastelt, die zum Muttertag an die Kinder / Mütter der Einrichtung gehen sollen. 

Un achtern de Wulken schient doch de Sünn

28.04.2020
Heute Nacht wird es regnen. Endlich! Und wehe nicht! Mit einer Punktlandung sind wir fertig geworden. Alle Flächen sind vorbereitet und eingesät und wir können jetzt nur auf gute Wachstumsbedingungen hoffen. Regen und Sonne und alles in Maßen, bitte sehr. Durch den starken Ostwind vor einigen Tagen haben wir den neuen Blühstreifen am Tostedter Weg noch mal nachsäen müssen. Da hat es ordentlich gepfiffen und die Saat wird wenn dann eher in Tostedt aufgehen. Vom Winde verweht quasi. 

Meine Bienen-AG an der Mühlenschule ist leider für dieses Jahr abgesagt worden. Ob der Phänologische Kalender weitergeführt werden kann - das wird sich zeigen. 
Die Trockenheit der letzten Wochen ist für jeden sichtbar, der ein Auge dafür hat. Trotzdem haben wir heute auf einer langen Radtour entlängs der Seeve unfassbar schöne Eindrücke bekommen. Habt ihr schon mal einen Distelfink gesehen? Und wart ihr schon mal an der Horster Mühle oder am Bendestorfer Wehr? Der Goldfasan ist wieder in der Feldmark zu sehen - seit Jahren guck ich mir die Augen aus dem Kopf. Und die Rehe wissen anscheinend, dass Brut- und Setzzeit ist und zeigen sich unbeeindruckt.

Was noch gut war: in Jesteburg hat der Bauhof Blühflächen angelegt und wässert diese auch noch!! Neid!! Das Autohaus "Kuhn & Witte" hat ein großes Insektenhotel in Jesteburg aufgestellt. Ob wir die Firma in Buchholz auch dazu kriegen? An einem Gartentor haben wir ein Schild des Netzwerks Blühende Landschaft entdeckt. Man darf auch mal zeigen, wenn man seinen Garten blühfein gemacht hat. Ich bestelle Schilder für den Imkerladen, um diese zum Einkaufspreis abzugeben. Ich finde das ist eine gute Werbung und regt vielleicht zum Nachmachen an. Und Sina hat eine Graue Sandbiene (erdbewohnend) gesichtet. Gutes Auge! 

Ostergrüße an die Heinzelmännchen

Wie von Zauberhand haben kleine Holm-Seppensener Heinzelmännchen (oder waren es doch eher die Heinzelfrauen?) die Fläche am Eidigweg fertiggemacht und in Ermangelung eines Kornfeldes ein Zeichen (was fast vom All aus zu erkennen ist) im feingeharkten Sand hinterlassen. Wunderbar und vielen Dank an alle heimlichen Helferlein.

Die Wildbienen schlüpfen dieser Tage. Guckt euch das Gesumme gerne an  - besonders an der Nisthilfe am Tostedter Weg zur Mittagszeit bei voller Sonne kann man was erleben. Konstante Tagestemperaturen locken die Bienen aus ihren Niströhren, in denen Sie schon seit geraumer Zeit auf engstem Raum auf ihre kurze und extrem arbeitsreiche Lebensspanne warten. Das sollte uns vor Augen führen, wie zutiefst dankbar wir sein müssen für unsere Freiheit und für die Möglichkeiten, die doch die meisten von uns haben, ihren Weg eigenständig zu wählen. 

Einen neue Richtung eingeschlagen haben Sabine und Sönke, die uns von Anfang an bei den Bienenbotschaftern toll unterstützt haben und die wir von Herzen vermissen werden. Gute Reise euch beiden und viel Spaß und glückliche Zeiten. 

Gemeinsam

05.04.2020

Das Schöne an unseren Aktionen sind eigentlich immer die Menschen - das Zusammenkommen und nebenbei noch was Gutes tun.

Diesmal haben wir die Doodle-Liste (muss man nicht kennen) genutzt, um uns möglichst aus dem Weg zu gehen und nebenbei noch was …...

Was soll ich sagen - die Flächen fertig gefräst, 500 qm eingesät, den Apothekergarten gehübscht, Bienenweide-Schilder gebaut und Vogelscheuchen samt Wachhund aufgestellt. Und das ging irgendwie so von alleine. Ich habe echt ein Rührungstränchen im Auge.

Angst essen Seele auf

30.03.2020

Ich hasse "Social distancing" (allein schon die Begrifflichkeit!). Das liegt mir sowas von fern! Eigentlich! Die nationalen Grenzen sind dicht gemacht, Adidas setzt die Mietzahlungen aus (nach einem Rekordumsatzjahr), die Alten werden gegen die Jungen ausgespielt (opfert euch!), es wird über Handyortung nachgedacht und aus Arztpraxen das Desinfektionsmittel geklaut. Ist das nicht irre?! Viele Menschen plagen sich mit tiefen existentiellen Sorgen- wie wird es für mich / uns weitergehen? - noch geschürt durch eine teilweise unverantwortlich reißerische Art der Berichterstattung. Angst essen Seele auf. Davor muss man sich schützen!!  "Drehen wir uns ins Licht und lassen die Schatten hinter uns" - habe ich neulich irgendwo gelesen. Sagt sich leicht, aber es gibt auch viele positive Geschichten. Solidarische Aktionen unter Nachbarn, Freunden und zur Unterstützung kleiner Läden und Unternehmen. Vielleicht rücken wir alle ein bisschen näher zusammen - bis auf 1,5 Meter.

Und hoffen wir, dass die Natur sich etwas erholen kann. Weniger Autos, keine Kurzreisen, keine Menschenmassen, weniger Emissionen - durchatmen.
Zu unserem Projekt: Säen in Zeiten von Corona - ein schwieriges aber zu bewältigendes Unterfangen. Die Flächen sind weitestgehend topp vorbereitet (Danke, Dirk!), die Nisthilfen sind mit Leinöl gestrichen (Danke Marcus, Annett und Mirjam), das Saatgut steht parat (hier noch mal ganz vielen lieben Dank an Ute und Klaas Hadenfeldt, die 1 Kg Veitshöchheimer Bienenweide plus Ansaathilfe und Saatgut des Klappertopfes gespendet haben) - es kann also losgehen. Nach Telefonat mit den Experten des Netzwerkes Blühende Landschaft wurde mir nicht nur bestätigt sondern dringend angeraten die Saat möglichst früh auszubringen (außer Cosmos, weil frostempfinglich), da wir ja (auch wenn es heute einen kurzen Wintereinbruch gab) der Zeit deutlich voraus sind. Ich schlage daher das kommende Wochenende vor und bitte willige Helfer darum, sich über die Doodle-Liste einzutragen, damit wir die Aktion koordinieren können. Da wir auch walzen müssen, und die Walze fiese schwer ist, brauchen wir auch Paare, die sich familiär oder anderweitig ziemlich sehr nahe stehen :-), damit man nicht alleine den Ackergaul spielen muss. 

"Zerreiß deine Pläne. Sei klug. Und halte dich an Wunder.". Mascha Kaleko  

Klimaforum Buchholz

12.03.2020

Am 09.03.2020 fand in der Empore ein Klimaforum statt. Was ist dort passiert? Anfangs haben der Bürgermeister Röhse und der Klimabeauftragte der Stadt Herr Quinque dargelegt, dass dringender Handlungsbedarf besteht und auf Folien dargestellt, dass der CO2-Ausstoß der Stadt Buchholz sich zwar nicht verringert hat, aber die Stadt ja eigentlich auf einem ganz guten Weg sei. Als größter CO2-Verursacher wurde nun aber der einzelne Bürger ausgemacht und um den aus dem Sessel zu holen, gab es einen außerordentlich aufrüttelnden Vortrag von Prof. Dr. Henning Austmann. Jeder, der mal was Besseres sehen will als den Bergdoktor oder Let's Dance möge sich auf  YouTube mal eine 3/4-Stunde Zeit nehmen und sich einen Vortrag von ihm anhören. 
Nun ist einer seiner Kernaussagen, dass wir den Rückschritt wagen müssen und dass Wachstum nicht die Lösung ist. Äußerst unangenehm und schmeckte kaum jemandem. Der Test für den persönlichen ökologischen Fußabdruck ergab selbst bei den Leuten, die sich auf einem guten Weg wähnten, dass wir ganz weit weg von dem sind, was erforderlich ist, wenn wir noch von einer enkeltauglichen Zukunft reden wollen. Tja, wollen wir diese Mammut-Aufgabe angehen oder auf das warten, was schon hinter dem Bühnenvorhang wartet. Change will come - by design or by desaster (so eine seiner Folienüberschriften). 
Designen sollen das nun die mündigen Bürger der Stadt Buchholz in einer Klimawerkstatt am 21.03.. In Arbeitsgruppen zu diversen Fachthemen sollen mögliche Lösungen erarbeitet werden. Erinnert mich irgendwie sehr an das ISEK von vor ein paar Jahren. Aber wer sich nicht einbringt, hat aufgegeben. Auch wenn einem manchmal wirklich sehr nach Aufgeben ist. Ich würde mich freuen, wenn sich Leute finden, die da mitmischen wollen. Aber unterm Strich ist jeder, der überhaupt etwas tut, schon gut dabei. Ich muss gestehen, mich hat dieser Vortrag motiviert und auch wenn wir mit unseren Blümchenwiesen scheinbar ja nicht ernst genommen werden - so tuen wir was, bewirken etwas und wir tuen es zusammen. 
Ich habe die Gelegenheit genutzt, dem Bürgermeister noch einmal unseren offenen Brief vom letzten Mai - diesmal persönlich - in die Hand zu drücken und er war überrascht. Der Brief war ihm nicht bekannt. Wie auch immer - ich habe gestern eine Antwort erhalten und er zeigte sich interessiert und gesprächsbereit und dieses Angebot werden wir nicht verstreichen lassen.

Ansonsten beobachten die Kinder der Mühlenschule, die mit den phänologischen Aufzeichnungen beauftragt sind, mit Argusaugen die Geschehnisse in der Natur. Die Naturparkschulen in Sprötze und Trelde sind auserkoren an zwei Projekttagen im Mai die von der Jugendwerkstatt "Chancen schaffen" gebauten Insektenhotels zu befüllen. Input geben Markus und ich in den Morgenkreisen der Schule am 27.03. (was sind Wildbienen überhaupt, warum sind sie wichtig und wie können wir ihnen helfen) Natürlich sollen die Schulen auch jeweils eine Nisthilfe erhalten und sind sich darüber im Klaren, dass noch für ausreichend Nahrung gesorgt werden muss.
Schon mal üben für die Kinder werde ich am 26.03.2020. Da halte ich einen Vortrag zum Thema Wildbienen und insektenfreundliche Gärten (nicht so lang, wie damals im Kulturbahnhof) um 19 Uhr in der Martin-Luther-Kirche).Wer schon da war, kann ja mal seinen Nachbarn vorbeischicken. Auch die Kirche möchte gerne eine kleine Blühfläche anlegen und der Frauentreff freut sich über weitere Unterstützung. 

Unsere Bestandsflächen: Dirk hat gefräst, Uwe hat gesenst, Bärbel hat geharkt.
Marcus hat mit einem Lastenfahrrad Leinöl vorbeigebracht und Arnim und Uwe haben den Kondomautomaten zusammengebaut. Wir haben also schon gut vorgelegt. Termine folgen.

Die frühe Blüte kann mich mal

01.03.2020
Heute war der meteorologische Frühlingsbeginn. Ein guter Tag, um eine kleine Checker-Runde zu drehen. Unsere Krokus-Pflanzaktionen der letzten zwei Jahre haben viele Blüten hervorgebracht. Leider hat der andauernde Regen der letzten Wochen aus den vielen zarten Blütenköpfen eher traurige kleine Gestalten gemacht. Aber sobald die Sonnenstrahlen rauskommen und der Wind nicht ganz so kalt bläst, öffnen sie ihre Kelche und trinken sich satt am Licht und der Wärme. Richtig Durst hatten auch unsere Honigbienen, die gestern das schöne Wetter nutzten und uns ständig beim Holzhacken in die Quere kamen. Wir haben eine große Kiefer fällen müssen, die schon richtig Wasser gezogen hat und die Bienen saßen schlürfend und schlabbernd auf den frischen Scheiten.

Nun ist es ja sicher den meisten aufgefallen, daß die Blüherei dieses Jahr sehr früh begonnen hat. Die Blüten der Kornelkirsche und die dick mit Pollen gepuderten männlichen Salweidenkätzchen sind typisch für März und April. Nur blühen die Pflanzen aber schon seit mindestens zwei Wochen. Ich dachte mir - wenn die Pflanzen auf den klimatischen Wandel reagieren, dann machen die Wildbienen das doch  bestimmt auch . Gespannt bin ich zu unserer Blühfläche an den Tostedter Weg gefahren. Aber dort herrscht noch tiefste Winterruhe. Alle Nistverschlüsse unversehrt. Jetzt lese ich gerade, dass Wissenschaftlerinnen der Uni Würzburg zu genau diesem Thema Untersuchungen durchgeführt haben, die ergaben, dass Frühblüher auf wärmere Temperaturen mit einer früheren Blütezeit reagieren, Wildbienen jedoch ihren Schlupfzeitpunkt stoisch einhalten. Das bedeutet, dass nicht nur die Bestäubung der Pflanzen nicht gewährleistet ist, sondern auch die Nahrungsquellen für die Wildbienen wegfallen. Das ist sicher für Arten, die nicht sehr wählerisch sind, nicht so schlimm aber es gibt eben auch viele oligolektische Arten, die auf eine ganz bestimmte Pflanze bzw. Pflanzenart als Nahrungsquelle angewiesen sind. An Lebensräumen mangelt es schon massiv und jetzt macht auch noch das Wetter einen dicken fetten Strich durch die Rechnung. 

Abschließend bleibt zu sagen: unsere im letzten Jahr gesetzten Sträucher und Bäume treiben ausnahmslos alle ordentlich aus.

Und auch der Pflaumenbaum, den die Jungs im letzten Jahr wieder aufgerichtet haben, ist ein zähes Kerlchen und wird es wohl auch schaffen. 

 Und freut euch auf die zahlreichen Arbeitseinsätze der nächsten Wochen :-). Bald geht es los. 

Phäno - was???

06.02.2020
Wem noch nicht aufgefallen sein sollte, dass der Januar 2020 einer der drei wärmsten seit Anbeginn der Zeiterfassung 1781 war, der weiß es eben jetzt. Dass die herkömmlichen Jahreszeiten ziemlich stark ins Wanken kommen, ist offensichtlich. Wir schauen daher auf eine mehrere tausend Jahre alte Wissenschaft, die das Auftreten bestimmter Erscheinungen (Knospenbildung, Blühbeginne und die Reife von Früchten und Samen) in den Mittelpunkt stellt. Die Phänologie teilt das Jahr in 10 Phasen, die jeweils - bedingt durch die klimatischen Verhältnisse - zu unterschiedlichen Zeiten beginnen können. 
Heute war für die Klasse 3c der Mühlenschule in Holm-Seppensen der Startschuss in ein spannendes Forscher-Jahr. 
Uwe und ich haben durch Spendengelder der Bienenbotschafter  finanzierte Unterrichtsmaterialien vorbeigebracht, die die Kinder in die Lage versetzen, wichtige Ereignisse in der Natur zu beobachten, zu messen, zu dokumentieren und daraus Erkenntnisse zu ziehen. Wöchentliches Ablesen der Temperatur und der Niederschlagsmenge sowie Beobachtungen in der Natur (immerhin hat die Mühlenschule eine Blühwiese und eine Insektennisthilfe vor der Nase) werden auf den "Kalender der Phänomene" eingetragen und mit Stempeln Blühbeginne wichtiger Zeigerpflanzen sowie der Bienenflug dokumentiert. Alles hängt mit allem zusammen. Mal schauen, ob wir diese unumstößliche Gesetzmäßigkeit transportiert kriegen.
Wir sind gespannt wie Flitzebogen, ob die Kinder bei der Sache bleiben und wie sich das Projekt entwickelt. Natürlich werden wir berichten. Das Interesse war groß und wir wurden mit Fragen gelöchert. Auch wenn hier und dort vom Thema abgeschweift wurde in Richtung Ameisenlöwen und andere Monster. 

Versuch macht kluch

19.01.2020

Hell erklangen heute Vorschlaghammerschläge zur  sonntäglichen Mittagsstunde. Ein Häufchen Irrer rottete sich zum ersten Arbeitseinsatz des Jahres zusammen und bügelte einen Fehler aus. Die Nisthilfe am Eidigweg - bisher von Wildbienen verschmäht - wurde einige Meter nach hinten versetzt aus dem Schattenbereich der Bäume heraus. Denn merke: Wildbienen sind Sonnenkinder  und somit sollen die Nisthilfen so sonnig wie möglich stehen. Die im September geschnittenen und im Winter "eingedosten" Knöterichstängel wurden ihrer neuen Bestimmung zugeführt. Jetzt hoffen wir auf eine gute Besiedelung in 2020. Da wir eine motivierte Truppe waren, haben wir auch gleich die vor einigen Wochen gefräste Fläche noch mal durch geharkt und gekalkt. Letztes Jahr war das Blühergebnis eher dürftig, was an der Bodenqualität (vormals stand dort ein Fichtenwäldchen) liegen dürfte. Selbstkritisch wie wir sind, haben wir auch noch andere Mängel an der Bestückung unserer Nisthilfen an sich besprochen. Wir wollen uns ja verbessern. Und wir wollen vorzeigbare und nachahmungswürdige Nisthilfen . Mist gibt es auf dem Sektor schon mehr als genug. Jaja, wir wachsen mit unseren Aufgaben. Danke, liebe Nachbarn, dass ihr die Polizei nicht geholt habt. 

Zwitschern wir uns einen

10.01.2020

Huch, ich dachte, es geht hier um Bienen bzw. Insekten. Tja, das eine geht nicht ohne das andere. Der zunehmende Rückgang der Singvögel steht neben Lebensraum- und Nahrungsmangel natürlich auch ganz klar mit dem Insektenschwund im Zusammenhang. Insekten sind für die Aufzucht der Jungvögel unerlässlich. Wir können ja auch nicht einem Neugeborenen ein T-Bone-Steak in die Figur drücken. Es zwitschert zwar dieser Tage schon auffällig viel aber das hängt eher mit den Januar-untypischen warmen Temperaturen zusammen. Ich beobachte die Pieper schon bei der Inspektion der Nistkästen, die bestenfalls schon im Spätsommer gereinigt auf die neuen Mieter warten. 
Ich möchte alle Interessierten aufrufen, an der heute beginnenden NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" teilzunehmen. Wer sich einer meditativen Tätigkeit hingeben möchte, der nehme sich irgendwann an diesem Wochenende einen Stift und einen Zettel und ein Stündchen Zeit und beobachte entweder im eigenen Garten oder im Ort (diese Zählung soll im Siedlungsbereich durchgeführt werden) die Singvögel und notiere die höchste Anzahl der jeweiligen Arten, die "mit einem Blick" zu zählen sind. Bei der Haussperling-Population in unserem Garten kann das eine Herausforderung werden. Ich sehe mich schon mit flackerndem Blick und rollenden Pupillen (links die Wäsche, rechts die Klammern).
Alles Nähere hierzu findet ihr im Internet. Eure Ergebnisse, die Teil der Aktion "Citizen Science" sind, solltet ihr dann auch online melden, weil ihr damit Teil einer wissenschaftlichen Erhebung seid und sich so ein Überblick über die gegenwärtige Singvögel-Anzahl ergibt. 

Zur Einstimmung hier ein Video, dass geschlagene 12 Minuten dauert, keine Sekunde langweilig ist und mich daran erinnert, wie mein Vater mich und meine zwei Geschwister zu dritt in die Badewanne gesteckt hat. Viel Spaß damit!