Stauden- und Saatgut-Tauschbörse

15.8.19

Dies ist eine Einladung zur ersten Holm-Seppensener Stauden- und Saatgut - Tauschbörse am Samstag, den 5.Oktober von 14 bis 16 Uhr

im Garten der Imkerei Honigmond, Weidenweg 2c

Bringt mit , was zu groß oder zu viel geworden ist. Wir wollen eigenes Saatgut (bitte keine Hybriden oder für einen Naturgarten völlig Ungeeignetes), Pflanzen (evtl. auch Sträucher / Stecklinge) und Stauden tauschen oder verschenken. Auch Nachbarn, die nichts zu tauschen haben, sind herzlich willkommen.

Wir bieten Kaffee und Kuchen, die Gelegenheit zum Klönschnacken, Leute kennenlernen und extrem regionalen Honig.

Für eine blühende Nachbarschaft mit Gärten voller Vielfalt!!!


Rainfarn - zum Reinlegen gut!!

Foto: Sina
Foto: Sina

03.08.2019
Will man sowas sehen, so kurz vor dem Mittagessen? Ja, man will. Denn das ist Natur. Fressen und gefressen werden. 
UND DAS IST NICHT DER GRUND FÜR DAS BIENENSTERBEN!
Ich muss gestehen, dass ich solch eine Szenerie noch nicht zu Gesicht bekommen habe aber nicht nur das. Unsere heutige Flächenbegehung ist schon auf dem ersten Meter abrupt zum Halten gekommen, denn auf einer einzelnen Gruppe Rainfarn hat sich eine derartige Vielfalt gezeigt - man mochte kaum weitergehen! 
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit einer Lupe und einer Kamera ausgestattet aufzumachen und sich die durch den NABU Insektensommer vorgegebene Stunde Zeit zu nehmen. Hut aufsetzen, denn sonnig und windstill sollte es sein. Wer mag und kann, lade sich die App "NABU Insektenwelt" runter, über die man fotografieren und sofort bestimmen kann. So tappten wir bei vielen der abgebildeten Sechsbeiner im Dunkeln. Aber wir sind ja von Haus aus neugierig und kriegen das raus. 
Was ich heute gelernt habe: die Wegwarte, die auf unserer Fläche und auch beim Sportplatz mehrfach zu finden ist, steht in Niedersachsen auf der Roten Liste. Passen wir also drauf auf.
Danke an Uwe, Dirk und Sönke, die einen umgefahrenen Baum wieder auf die Füße gestellt haben mit Stützkorsett und ganz viel Wasser. Das fehlt sichtbar an jeder Ecke. Ich werde Niederschlagsmesser installieren - auch um zu verdeutlichen, dass die paar Tropfen der Natur so gut wie gar nichts bringen und dass man das kostbare Nass bitte nicht für den Rasen sondern für die Bäume verwenden soll, denn die sorgen dafür, dass unsere Herzen noch schlagen.
Uwe hat beim Anblick eines Baumes, der vor lauter Trockenheitsstress die Blätter abwirft so treffend gesagt: Das ist unterlassene Hilfeleistung !
Wer noch Input braucht, was man im eigenen Garten für mehr Vielfalt tun kann, der schaue gerne in unsere super bemalte Infobox. Danke für euer Interesse und den schönen Vormittag.


Rhapsodie in Gelb


Dirk dreht durch

23.07.2018

Scheinbar seit Wochen hat Dirk die Bohrmaschine nicht mehr weggelegt. Gut so. Die Wildbienen freut es. Und das ästhetische Empfinden des geneigten Betrachters auch, ohne Frage. Man beachte die akkuraten Bohrungen. Da stört keine Holzfaser - alles perfekt und kaum aufgehängt, schon ist dieses Wunderwerk des sozialen Wohnungsbaus umschwirrt von potenziellen neuen Mietern.

Bitte schon mal vormerken - am Samstag, den 03. August erfülle ich meine Pflicht gegenüber dem Netzwerk Blühende Landschaft - und das sehr gerne - und werde um 11 Uhr an der Fläche am Tostedter Weg eine kleine Führung veranstalten. Wir gucken, was sich an der Nisthilfe tut, was die gepflanzten Stauden und gesäten Blumen so machen - und wir gucken vor allem ganz genau hin und versuchen möglichst viele Insekten zu entdecken und zu zählen, denn wir machen mit beim "Insektensommer" des NABU. Außerdem habe ich für alle Nisthilfen Infoboxen aus unbehandeltem Lärchenholz gekauft, von denen wir eine schön bemalen wollen und auch gleich mit Infomaterial befüllen. Denn die Botschaft muss hinaus in die Welt. Euch allen schöne Sommertage - und nicht vergessen, für die Insekten, Igel und Vögel Wasserschalen aufzustellen. 
Bienen mögen es gerne etwas brackig und wichtig sind Kletterhilfen in Form von Steinen, Stöckern, Murmeln - lasst euch was einfallen. Prost.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt

Beim Überprüfen der Blühfläche Ortsausgang Richtung Holm konnte ich diesen jungen Mann, der das Selbstpflücker-Blumenfeld von Herrn Eickhoff besprühte, beobachten und natürlich auch befragen. Er spritze gegen Thripse und Läuse - die wolle man ja nicht auf dem Blumenstrauß haben. Alles biologisch innerhalb von 24 Stunden voll abbaubar. Das wollen wir mal glauben, obwohl ich bei Herrn Eickhoff natürlich nach dem Namen des Präparates fragen werde. Denn die Vorstellung, dass man mit kleinen Kindern für Oma einen Blumenstrauß pflücken geht und dann nachher einen 1A-Chemiecocktail auf dem Kaffeetisch stehen hat - irgendwie bleibt einem da der Streuselkuchen im Halse stecken.

Lieber Maxim, zum Glück hat bisher noch niemand deinen Kastanienbaum "umgesegt", auch wenn Katha und ich am Anfang relativ viel Flurschaden mit der Heckensense angerichtet haben (jetzt haben wir es drauf - danke Sabine!). Leider sieht es aber so aus, als ob ein gewisser Wassermangel die Vitalität stark eingeschränkt hat. Wobei wir beim Thema wären. Aufgrund der extremen Dürre des letzten Jahres (und auch dieses Jahr fehlt es hier absolut an Niederschlag (ja, wirklich!!)) kommt es in vielen Gebieten Deutschlands zu einem Waldsterben ungeahnten Ausmaßes. So sterben z.B. im Nationalpark Hainich große alte Rotbuchenbestände und wer schon mal da war, der holt jetzt das Taschentuch raus. Was für ein schöner Wald!!! Auch meldet die Stadt Buchholz, dass am Eidigweg aufgrund der Trockenheit etliche Bäume gefällt werden mussten. Vergesst nicht, neu gepflanzte Sträucher und Bäume ausreichend zu wässern und den Rasen lasst mal schön Rasen sein. Der kann das ab.

Hier mein Wurstfinger, der  auf einen Jakobskrautbär oder auch Blutbär genannt, zeigt. Vor einiger Zeit hatte ich mal für die Internetseite des Imkervereins Buchholz eine "Vernichtet das Jakobskreuzkreut"-Schrift verfasst, die ich heute gerne revidieren möchte. Sicher - dieses Kraut ist in großen Beständen nicht ungefährlich für Weidetiere und auch im Honig möchte man diesen Nektar nicht haben, aber solange diese Pflanze nicht überhand nimmt, hat auch sie ihre Berechtigung. Die Raupe dieses Schmetterlings sorgt schon dafür, dass das Problem bald "gegessen ist". Eng an dieses Kraut als Futterpflanze gebunden und als "stark gefährdet" auf der Roten Liste in Niedersachsen stehend, habe ich mich über den kleinen Nimmersatt echt gefreut. Auch für viele Hummeln und Wildbienenarten ist das Kraut eine gute Futterpflanze. So what! Wir behalten sie im Auge.

Über die Wahl von Frau von der Leyen und was das mit dem Demokratieverständnis vieler Menschen in Europa macht, mag man denken, was man möchte - es gab heute auch eine richtig gute Nachricht. Mit großer Mehrheit hat der bayerische Landtag dem Gesetzentwurf des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" zugestimmt. Damit kann der Ausbau des Öko-Landbaus vorangetrieben werden, Biotope besser vernetzt werden und viele andere gute Dinge umgesetzt werden. Auf Nachfrage bei der Stadt Buchholz was unseren Forderungskatalog angeht wurde uns mitgeteilt, dass nur weil wir keine Resonanz erhalten hätten, das nicht bedeutet, dass unser Anliegen nicht gehört wird. Herrlich! Man kommt aus dem Lachen nicht mehr raus.

Vorgezogene Sommerpause

12.07.2019

...könnte man denken, denn lange herrschte hier Funkstille.
Nun jedoch ein kurzer Rückblick der letzten Wochen und ein Ausblick auf das, was noch kommen soll. 

Christiane und Marco haben die restlichen Nisthilfen mit Schutzgittern versehen. Vielen lieben Dank, dass diese wichtige Aufgabe nun abgeschlossen ist. Frauen hinter Gittern - könnte man meinen. Einige heimische Singvögel haben schon gedacht, dieser Selbstbedienungsladen ist dauerhaft geöffnet. Pustekuchen! Im Spätherbst ist eine Staudenknöterich-Sammelaktion geplant, um die 270 Blechdosen, die Melanie zusammengesammelt hat, zu befüllen. Und ich gebe nicht auf, Strangfalzziegel aufzutreiben, die auch eine sehr gute Wildbienenbehausung abgeben. Alles in allem haben wir den Grundstein für eine dauerhafte Population gelegt. Nächstes Jahr schlüpft dort die erste "lokale Generation" und wenn die Nahrungsversorgung stimmt, wird sich das weiter gut entwickeln.

Hier ein paar Impressionen meiner Heidschnuckenweg-Pfingsttour. Hof Möhr bei Schneverdingen hat eine sehr große Wildbienen-Nistwand gebaut und als ich dort ankam, schwirrte es recht ordentlich. Meine Artenkenntnis ist noch nicht sehr fortgeschritten und ich freute mich über die vielen interessanten "Wildbienen", die sich nach Recherche jedoch als eine Bande von Parasiten und Nesträubern herausstellte. Vom Trauerschweber , lat. Anthrax Anthrax!!, der seine Eier in die Nistgänge schleudert (siehe links), gefolgt von einer Grabwespe, einer Goldwespe und noch einer gestreiften Dame - alles Schmarotzer und Bagaluten. Aber ein Teil des großen Ganzen. Und schön anzusehen dazu.

Ende Juni habe ich wunderbares Seminar "Wild- und Honigbienen - Bienenpädagogik an Schulen und außerschulischen Lernorten" in Schneverdingen / Camp Reinsehlen besucht, das ganz hervorragend von der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz ausgerichtet war. Super Referentinnen, tolle Teilnehmer und der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne hat auch mal interessiert vorbeigeschaut. Und wir hatten ein derart heißes Sommerwetter, dass man im Geiste Giraffenherden über die weiten Wildblumenübersäten Magerwiesen ziehen sehen hat. Ich habe viel gelernt und neue Motivation und Inspiration geschöpft. Und das Seminar natürlich aus eigener Tasche bezahlt - nur damit kein falscher Eindruck entsteht. 

Dann war ich mit Sabine dieses Jahr wieder auf dem Hoffest in Wörme. Auch hier war uns das Wetter wohl gesonnen und wir haben mit unserer Bienchen-Bastelaktion die Luft zum Summen und Schwirren gebracht. Und wenn jetzt jemand denken sollte, wir haben die Kinder auf irgendeine Art unter Druck gesetzt oder gar Gewalt angewendet - keine Ahnung, warum diese Bienchen so aggressiv bzw. lebensmüde aussehen. An uns hat es nicht gelegen. Wir hatten es wie immer schön.

An dieser Stelle noch einmal einen großes Danke schön an Dirk, unseren Ziest-Dealer. Wie viele Setzlinge er schon unters Volk gebracht hat, kann man schon fast gar nicht mehr zählen. Auf dem linken Bild sieht man drei völlig verschlafene Hummeln, die sich auf dem Pflänzchen sichtlich wohl fühlen. Fast konnte ich sie schnarchen hören. Und auf dem rechten Bild hat Miriam sehr schon fotografisch festgehalten, dass der Ziest an sich eine elfengleiche weibliche Seele hat.

Die Fichtenbestände in Holm-Seppensen sind nun aufgrund des Borkenkäferbefalls deutlich zusammengeschrumpft. Endlich wurden in den letzten Tagen dann auch die nach der Fällung monatelang herumliegenden Stämme und Zweige in der Buchholzer Landstraße entfernt. Warum die Bäume trotzdem mitten in der Brut- und Setzzeit gefällt werden mussten, versteht kein Mensch, aber das Thema hat sich nun erledigt. Jedenfalls hatten die Borkenkäfer ausreichend Zeit auszuschwärmen und sich neue Opfer zu suchen. Auch wenn Fichten nicht zu den ökologisch wertvollen Bäumen gehören - eng gebunden an diesen Baum ist einer mein Lieblingsvögel - das Wintergoldhähnchen. Wer diesen Vogel einmal erblickt hat (schwierig, weil sehr klein und meist hoch oben zwischen dichten Zweigen, aber auf ein hohes helles Zirpen achten im Winter), der kettet sich auch an Fichten..Dieses Jahr haben die Kettensägen überall ihr Lied vom Tod gesungen und ich wünsche mir Neupflanzungen, dass der Spaten glüht. Selbst eine olle Fichte - um noch mal kurz drauf zurückzukommen - entzieht im Laufe ihres (unter besten Bedingungen) 100jährigen Lebens der Atmosphäre fast zwei Tonnen CO2. Eindeutig ein besserer Footprint, als bei uns. OK - grundsätzlich gibt es wahrlich tollere Bäume.

Ebenfalls in der Buchholzer Landstraße hat ein "Bienenbotschafter" einen tollen Blüherfolg auf dem Wall am Bahndamm hinbekommen. Sonnenblumen, Kürbisse - so einiges wächst ganz ausgezeichnet, während vorne das kalte Grauen regiert. Thuja in toten Boden gesteckt und dann sich selbst überlassen - ganz große Gartenkunst. Das schreit auch nach Guerilla-Garding, oder?

Was steht nun als Nächstes an: ich plane für Anfang August eine Blühflächenführung an der Buchholzer Landstraße mit künstlerischer Verschönerung der Nisthilfe und Insektenzählung. 
Ende September / Anfang Oktober wollen wir wieder Frühblüher pflanzen. Diesmal Perlhyazinthen, weil die lange blühen und für die ersten Wildbienen ganz wichtig sind. Ebenfalls in diesem Zeitraum plane ich eine erste Holm-Seppensener Stauden- und Saatgut-Tauschbörse. Bis dahin. Habt einen schönen Sommer.

Heile heile Pflänzchen

11.6.2019

 

Am Donnerstag hatten wir ein paar Motorradfahrer aus Bayern und dem Saarland als Übernachtungsgäste. Zeigt her die Visiere – man will es nicht glauben, aber kein einziges Insekt!! hatte darauf das Zeitliche gesegnet. (Dafür hat mich am Pfingstmontag eine Mücke am helllichten Tag in die Lippe gestochen, aber das ist ein anderes Thema). Das war zusätzlicher Ansporn für die überfällige Pflanzaktion am nächsten Tag.
Fast zwei Wochen standen sie schon in den Töpfchen, stets gut gegossen aber trotzdem eingekerkert – letzten Freitag war es dann endlich so weit. Eine 21 m²-große Fläche vor der Mühlenapotheke sollte mit Apothekerpflanzen mit gleichzeitigem Nährwert=Mehrwert für Insekten bepflanzt werden. So kurz vor Pfingsten kamen aber doch etliche Unterstützer und so konnten wir innerhalb einer Stunde einen ordentlichen Schwung Stauden in den eigentlich mal wieder völlig ungeeigneten Boden (Modell „verdichtete Baustelle“) bringen. Da bedurfte es dringend noch einer deutlichen Bodenverbesserung. Erkenntnis 1: es ist schwierig bis phasenweise unmöglich torffreie Erde in Holm-Seppensen zu beziehen. Da müssen wir noch mal ran!! Eigentlich dürfte es nichts anderes zu kaufen geben. Erkenntnis 2: Wer fragt, gewinnt. Das ausgeschwärmte Schnorrerteam konnte immerhin bei Blumenzauber (im alten Gesine Funk-Laden) einen Sack Erde als Spende verbuchen. Vielen Dank dafür.

 

Königskerzen, Baldrian, Beinweil, Heilziest, Frauenmantel, Teufelsabbiss, Tausendblättrige Schafgarbe, Echte Engelwurz, Wilde Malve, Purpursonnenhut, Apotheker-Ysop sowie natürlich die klassischen Kräuter Rosmarin, Salbei, Oregano werden hoffentlich gut anwachsen und nicht gleich wieder rausgerupft werden. Auch lässt sich der Garten, der vom Team der Apotheke Deisting gegossen wird, sicherlich ausdehnen. Besser als vorher sieht es allemal aus, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Schöne Aktion und tausend Dank an alle fleißigen Helfer (incl. Christiane (nicht auf dem Bild)). 

Endlich!!

Unsere Blühflächen sind ein Margaritentraum, die Nisthilfen werden besiedelt, Sonne und Regen sorgen für optimale Wachstumsbedingungen. Auf dem Fenstersims unseres Bauwagens brütet der Zaunkönig und wir haben sogar ein gluckendes Huhn. 


Gestern habe ich an der Blühfläche am Tostedter Weg ein paar Minuten nur mit Schauen verbracht und einige interessante Insekten erspäht, die sich in meinem bisherigen Leben noch nicht in mein Blickfeld geschoben haben. Ich kann nur jedem Folgendes empfehlen:
Der NABU macht jedes Jahr eine große Insektenzählaktion - wichtiger denn je, sich mal daran zu beteiligen. Schaut im Internet unter "Insektensommer" und nehmt euch eine Stunde Zeit. Es bietet sich an, sich eine unserer Blühflächen als "Feldversuch" zu wählen, denn tatsächlich gibt es dort einiges zu sehen.

 

Freitag, um 17 Uhr möchte ich gerne vor der Mühlenapotheke die Pflanzen für den Apothekergarten in den Boden bringen. Ich würde mich über Unterstützung freuen. Schreibt mir einfach eine eMail. Dauer: max. 1 Stunde. 

 

Was auf den Weg, Herr Bürgermeister!

28.05.2019

Diesen Sonntag, um 11 Uhr wird der Bürgermeister, Jan-Hendrik Röhse um 11 Uhr am Germuth-Scheer-Hus einen 1,5-stündigen Ortsteilspaziergang machen. Röhse: „Ich freue mich auf interessante Begegnungen und bin neugierig auf das, was mir die Bürgerinnen und Bürger mit auf den Weg geben werden.“

Ich schlage vor, dass wir an der Nisthilfen / Blühfläche am Tostedter Weg auf ihn warten, das Plakat schwenken und den offenen Brief (kompletter Inhalt unter "Presse" zu lesen) noch einmal an ihn persönlich übergeben (mit der Rückenstärkung, dass wohl deutlich über 30% der Holm-Seppensener Grün gewählt haben und damit ein klares Statement für eine bessere Umwelt- und Klimapolitik abgegeben haben). 

Im Anschluss daran können wir eine Fahrradtour nach Handeloh machen und den Garten von Rita Wiesmaier angucken, der sehr sehenswert und vielseitig ist. Man kann gar nicht genug Inspiration und Ideen bekommen, den eigenen Garten in punkto Gestaltungsmöglichkeiten aufzurüschen. Rita hat auch für die Bienenbotschafter letztes Jahr einige Pflänzchen zur Abgabe gespendet und freut sich über unseren Besuch. Ich bitte um Info, wer grundsätzlich mitkommen möchte. Den genauen Treffpunkt können wir dann noch ausmachen. Reifen aufpumpen auf alle Fälle!!

Melanie hat auf ihrem frisch gepflanzten Faulbaum gleich Besuch bekommen. Eine Zitronenfalterraupe schlug sich den Wamst voll und wird dann irgendwann zitronengelb und wunderschön durch den Garten gaukeln und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Das sollten wir nie vergessen - ohne Raupen keine Schmetterlinge und die paar löchrigen Blätter - mein Gott, haben wir keine anderen Probleme.

Die Hummeln und der Hirsch

21.05.2019 
Gestern haben Cornelia Cornels-Selke und ich anlässlich des zweiten Weltbienentages dem ersten Stadtrat von Buchholz Herrn Dirk Hirsch einen offenen Brief überreicht, den drei ehrenamtliche Initiativen, die sich im Raum Buchholz für Insekten einsetzen, unterzeichnet haben. Der Brief beinhaltet eine Reihe von guten Vorschlägen, wie man das Thema Insektenschutz voranbringen kann. Haupttenor des Schreibens ist: Ja, die Stadt Buchholz unterstützt aber bei Weitem nicht genug und vor allem sollte die Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen. 
Dieses schöne von Sandra Ott gestaltete Banner haben wir also nicht überreicht, denn unserer Meinung hat die Stadt Buchholz noch sehr viel zu tun, um sich dieses Attribut zulegen zu dürfen. Wir hoffen sehr, dass wir mit unserer altbekannten Hartnäckigkeit einige Dinge vorantreiben können und sind gespannt, wie es in dieser Sache weitergeht. Wer Interesse hat, den genauen Wortlaut zu lesen, melde sich bitte per Mail.

Standmeldung zu den Flächen: die letzte Fläche (Eidigweg) habe ich mit Katha bearbeitet und eingesät und mit Uwe noch mal zwei Flächen gewalzt. Jetzt darf also alles wachsen - der Regen ist perfekt. Selbst die Überlebenden des letzten Sommers zeigen sich bald in ihrer ganzen Pracht und Herrlichkeit. Es wird ziemlich Margariten-lastig; einige Köpfe sind schon offen. Ich liebe Margariten.
An den Gittern für die Nisthilfen wird gewerkelt; es geht alles voran.
Ende der Woche kommen die Pflanzen für den Apothekergarten. Wer Lust hat, mit einzupflanzen, melde sich gerne. 

Komm lieber Mai und mache

15.05.2019

Die Natur explodiert. Endlich wieder Temperaturen in Sicht, die die dicke Jacke in den Schrank verbannen. Geregnet hat es auch in der letzten Zeit. Ob das reicht wird sich zeigen.

Die letzte Woche haben wir einiges erreicht. Am Sonntag haben wir auf dem Kunst & Landmarkt mit motivierten Helfern von früh bis spät immer wieder aufs Neue erklärt, warum und wie jeder mit den einfachsten Mitteln für Wildbienen eine Unterkunft bauen kann. Etliche Hartholzblöcke sind mit stolzen kleinen Baumeistern nach Hause in den heimischen Garten gewandert, in unserer Nisthilfe schwirrte es unbeirrt der Menschenansammlung fröhlich und werbewirksam, dabei hatten wir noch nicht mal wirklich viel anzubieten - aber es hat gereicht. Wir haben unglaublich interessante Leute kennengelernt, die sich teilweise mit der Materie schon sehr lange und intensiv beschäftigen - Experten also. So hat sich z.B. der Mensch geoutet, der uns als Spende den Hartholzblock in die Nisthilfe an der Buchholzer Landstraße gestellt hat. Den wollen wir demnächst mal besuchen und gucken, was wir dort lernen können. Einen genauen Termin gebe ich dann noch mal durch, wenn es soweit ist.

Gestern habe ich mit einer Gruppe Mühlenstrolche 200 m" Wildblumenwiese auf der alten Festwiese bei der Mühlenschule ausgesät. Wie ich erfuhr, handelt es sich bei dem Untergrund um einen befahrbaren, stark verdichteten Schotterrasen, denn ehemals war diese Fläche eher zum Parken gedacht. Uwe ist noch mal mit der Fräse durch (Danke für die Leihgabe, Annika und Olli), wir haben ordentlich mit den Kids durchgeharkt und die gröbsten Steine raus und nun zwei unterschiedliche Mischungen in den Boden gebracht. Zwei Mischungen, weil ich eigentlich nur von 100 m" ausgegangen war. Stadt Buchholz hat aber die Fläche vergrößert, wofür wir sehr dankbar sind. Einige Stauden sind im Boden und die zahlreichen Sträucher, die wir auf dem Schulgelände gepflanzt haben, sind unter hervorragender Betreuung diverser Minderjähriger. 

Wir haben noch Saatgut über. Da es langsam höchste Zeit wird, die Samen in den Boden zu bringen - wer noch Saat haben möchte, bitte unbedingt melden. Ich habe noch Veitshöchheimer Bienenweide und Tütchenweise "Cosmos" in einer 3 m"-Portionierung. Gerne melden, wer noch irgendwo ein nacktes Stück Erde hat. 

Der Specht

10.5.2019

Familie Röhrs hat sich mit dem Specht angelegt und einen schicken Maschendrahtzaun in einem Holzrahmen vor unsere Nisthilfe am Tostedter Weg installiert. Ja, da guckst du, Specht!! Und die marodierenden Vatertagshorden werden in Bälde hoffentlich auch davon abgehalten. Dieser Prototyp hat nun Serienreife erlangt. Tolle Sache und vielen lieben Dank!

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben….

07.05.2019

Esel, ich.

 

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Das ging jetzt wirklich voll daneben. Unsere bei Wildbienen sehr beliebte Nisthilfe am Tostedter Weg hat leider auch in Spechtkreisen mittlerweile einen guten Ruf. Der Specht an sich ist ja auch nicht doof und hat sich genüsslich am Baumstamm zurückgelehnt, bis der Gang zum Buffet ein Lohnenswerter war. Und dann hat er zugeschlagen mit seinem spitzen Schnabel und seiner langen Zunge. Schnief!!! Nun denn, diesen Schuh ziehe ich mir an und entschuldige mich für diesen Genozid. Manche Sachen sollte man eben konsequent zu Ende führen. Die Gitter aus Kaninchendraht, die nach Eiweiß gierende Vögel zurückhalten sollen, sind unbedingt sofort nach Bestückung der Nisthilfen anzubringen. Das schreibe man sich hinter die grünen Ohren.
Marco baut gerade den Prototyp des Gitterschutzes, der hoffentlich dann bald in Serie gehen kann, denn die Flugzeit der Mauerbienen ist auf wenige Wochen begrenzt. In dieser Zeit kann das Weibchen aufgrund der aufwendigen Brutfürsorge höchstens 20-40 Brutzellen anlegen, so dass die Fortpflanzungsrate sehr klein ist. Wird eng.

Endlich haben wir das „Go“ für das Anlegen eines kleinen Apothergärtchens vor der Mühlenapotheke. 21 qm wollen wir dort mit insektenfreundlichen Heilpflanzen aufwerten und kleinen Schildchen versehen. Eine Pflanzliste ist bereits erstellt und sobald die Bestellung da ist, wäre Hilfe gut. Ich melde mich.

Diese Woche geht das restliche Saatgut in den Boden (Jungfernstieg mit den Mühlenstrolchen, Eidigweg mit den Waldkindergarten-Kids). Eile besteht nicht, weil die Temperaturen der letzten Tage nicht zur Keimung beitragen. Der Boden hat aber hoffentlich genug Feuchtigkeit aufgenommen. Uwe hat die Fläche gestern im strömenden Regen gefräst  und ich einmal durchgeharkt. Aktion „Voll auf die Fräse!“.

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Für den 12. Mai suchen wir noch Helfer für den Kunst & Landmarkt – gerne stundenweise. Bitte meldet euch vorher, damit wir das planen können. Einfach nur da sein und Rede und Antwort stehen. Getränke bringe ich ausreichend mit.
Wir kriegen von Marco und Christiane wieder die mobile Werkbank zur Verfügung gestellt, um Holz vor Ort zu bohren und in die Nisthilfe einzufügen. Die Saatguttütchen und das Infomaterial ist fertig, vielleicht können wir noch Summbienchen basteln und Spendengelder eintreiben. Die Veranstaltung ist ja immer sehr gut besucht und bestimmt spielt das Wetter diesmal auf den letzten Drücker doch noch in unsere Karten. Ansonsten wird das halt ein Arbeitseinsatz für die gute Sache. Die Nisthilfe sieht noch ziemlich mau aus und kann etwas Verschönerung durchaus gebrauchen.

Da nun von allen Seiten immer wieder geklagt wird, es gebe keine gute Außenwirkung, habe ich jetzt einfach doch entschieden, eine Internetseite zu machen. Ich hoffe, dass wir über diesen Weg mehr aktive Helfer und auch Spenden generieren können. Die Adresse wird http://www.bienenenbotschafter-holm-seppensen.de lauten und die Seite wird bunt, interessant und lehrreich. Im Moment gibt es aber noch Schwierigkeiten mit der Freischaltung. 

Dass wir auf der Nachhaltigkeitsseite im Buchholzer Wochenblatt sind, habt ihr hoffentlich entdeckt. Leider ein altes Bild aber dafür ein schönes. Es hat mich gefreut, dass der Hinweis zur monatlichen Kolumne abgedruckt wurde. Das bedeutet, dass wir noch ein bisschen weitermachen dürfen. Es ist wichtig, nicht als Eintagsfliege sondern beständige Größe vertreten zu sein.

Wir haben von der Stadt Buchholz für die Jahre 2018 und auch 2019 eine Fördersumme zur Verfügung gestellt bekommen, die ich beantragt habe. Danke dafür; das freut uns sehr. Nichtsdestotrotz muss die Stadt Buchholz in Punkto Insektenschutz eine deutliche Vorbildfunktion erfüllen und da hapert es meiner Meinung nach sehr. Es wird einfach zu viel auf die ehrenamtlichen Leistungen der einzelnen Initiativen etc. gesetzt und sich aus der eigenen Verantwortung gezogen. Wir werden dort zum 20. Mai (Weltbienentag) einen Forderungskatalog einreichen.

Vor gut einer Woche ist die notwendige Anzahl an Unterstützern für die Online-Petition des Imkers Thomas Radetzki zusammengekommen. Er will eine Petition im Deutschen Bundestag vorlegen, in dem es um die Prüfungskriterien für die Verwendung von Pestiziden geht. Unsere Umweltministerin Julia Klöckner, die den Ausdruck „die Biene ist systemrelevant“ geprägt hat, hat nun das Präparat Carnadine, das zu den Neonicotinoiden gehört,  für zunächst vier Monate zur Behandlung von Zucker- und Futterrüben erlaubt. Bereits Anfang März hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 18 Pestiziden die Zulassung erteilt, die durch das Umweltbundesamt bescheinigt bekommen haben, dass diese erhebliche negative Auswirkungen auf die Insektenwelt haben. Was machen wir hier eigentlich, fragt man sich verzweifelt.

Und macht dann doch weiter. Was auch sonst.

28.04.2019


Letzte Woche war die Hölle los. Mit den Mühlenstrolchen haben wir einen großen Schwung Wildstauden und an die fünfzehn insektenfreundliche Sträucher in den Boden gebracht. Die Sträucher haben jetzt fast alle Namen. Mädchennamen – keine botanischen. Was soll ich sagen…..

Unser Blühfest glänzte durch Qualität – Besucher hätten mehr kommen können. OK, es war Tag der Konfirmationen, Flohmärkte und angekündigten Regenschauer – aber ihr habt echt was verpasst, wenn ihr nicht zufällig selbst dabei wart. Die Kuchen waren sensationell und hätten für alle gereicht. Wir hatten eine mobile Werkbank und haben mit den Kindern Nisthölzer gebaut. Wir haben den Blühstreifen durchgeharkt, eingesät und festgestampft, Faulbäume und Saatguttütchen unters Volk gebracht, umfangreiches anschauliches Infomaterial vorgezeigt und eine großzügige Ziestspende gepflanzt. Und an der Nisthilfe herrschte Gedränge. Wildbienengedränge.
Danke an alle Helfer, ob es die üblichen Verdächtigen oder neu dazugekommenen waren. Auch bei der Vorbereitung habt ihr euch super viel Mühe gegeben und Annett hat den hochdekorierten Orden wider der Vernunft verdient, weil wir uns am Freitagabend schon fast den Rücken gebrochen haben beim Walzen der Fläche am Ortsausgang Holm (600 qm!!!!! auf tiefem Geläuf), erschöpft aufgegeben und sie am nächsten Morgen mit Alex den Rest fertiggemacht hat. Wahnsinn, die Frau.
Wir brauchen Wellness-Urlaub, ich sag’s euch. Aber es war trotzdem mal wieder schön. 

Und heute Nacht kam der Regen. Der Segen!!! Ein Geschenk des Himmels!!

Wie geht es weiter? Falls jemand Zeit hat eine ca. 100 qm-Fläche auf der alten Festwiese bei der Mühlenschule bis Dienstag zu fräsen, gerne melden. 
Dort ist dann noch ein größere Fläche mit den Mühlenkindern einzusäen, wie auch die Fläche am Eidigweg, die noch aussteht. Das soll mit dem Waldkindergarten gemacht werden. Somit wäre das Gröbste geschafft und wir können uns anderen Dingen zuwenden. Oder einfach nur vor uns her gucken. Eine schöne Woche euch allen!!

… und in dem Regen, der nun begann, fing leise die Erde zu atmen an.

19.04.2019

 

So endet ein wunderschönes Frühlingsgedicht von Wolfgang Borchert, dass ich sehr liebe. Nur wo bleibt er, der Regen? War 2018 das vierttrockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, so startet das Jahr 2019 sogar noch krasser. Der Boden hat keine Reserven aus den Wintermonaten. Unser frischgepflanzten Sträucher benötigen dringend Wasser und so fahren Christiane und ich heute mit der großen Wassertonne auf dem Hänger an die Fläche und geben den durstigen Wesen einen großen Schluck. Bitte, bitte, lass es regnen!!!

Nichstdestotrotz wollen wir am Samstag, den 27.04.2019 um 15 Uhr mit euch allen einsäen, die Vogelscheuchen neu einkleiden und uns ein Stück Kuchen auf den Frühling gönnen.
Bitte unbedingt weitersagen und vorbeischauen.
Für das Verteilen der Flyer brauchen wir noch Hilfe! Auf unserer Terrasse im Weidenweg 2c liegt ein Karton und ein Ortsplan, auf dem man sehen kann, welche Straßen noch nicht in Anmarsch genommen sind. Der Südwesten ist bisher noch  Niemandsland. Wie schon gesagt – ich gucke ja gerne in fremde Gärten und Bewegung tut gut!!!

Frohe Ostertage und hoffentlich bis zum übernächsten Samstag!

12.04.2019
Ihr könnt euch warm anziehen,

ihr Erdhörnchen, Kaninchen und anderen Löcher grabenden Erdenbewohner – denn wir haben gestern mit zehn motivierten Leuten in einem Affenzahn aber dennoch mit Liebe und Leidenschaft über 30 Insektenfreundliche Sträucher in den verdichteten Boden an der Buchholzer Landstraße gebracht.

 

An der großen Nisthilfe darf sich eine Kornelkirsche schön solitär entwickeln. In Richtung Sportplatz haben wir zehn Salweiden gepflanzt (Geschlecht unbekannt – die männlichen Pflanzen glänzen im Frühjahr mit sattem gelben Pollen), auf der anderen Seite der Wiese Pfaffenhütchen mit ihren bemerkenswerten Fruchtkapseln, Weißdorn, Schlehen (nicht für den Hausgarten zu empfehlen mit ihrer ausufernden Lebensweise und voller Dornen aber mit frühen, schönen Blüten, leckeren Früchten und sicheren Nistplatzmöglichkeiten) und mehrere Faulbäume, die zwar einen doofen Namen haben aber mit ihren kleinen unscheinbaren Blüten finden Insekten diesen Strauch zum Niederknien gut. Viele Monate im Jahr ist hier die Nektarbar geöffnet und z.B. für die Raupen des Zitronenfalters sind die Blätter praktisch Grundnahrungsmittel. Ohne Faulbaum keine Zitronenfalter. Ehrlich. Wenn das kein Grund ist, ihn zu pflanzen, weiß ich auch nicht mehr weiter. Wo ich das jetzt so schreibe, wird mir klar, dass wir mehr Werbung für unsere heimischen Gehölze machen müssen, vielleicht eine Art Lehrpfad.
Zum Glück hat Ute gerade eine Gehölzschnitt-Kurs am Kiekeberg absolviert und konnte uns zu einem amtlichen Rückschnitt überreden, der den Austrieb von Seitentrieben deutlich fördert. So haben wir dann auch die Wildrosen etwas eingekürzt, die wir letztes Jahr in den Boden gebracht haben. So – und jetzt aufgepasst: In Wildrosenhecken legen sich Mäuse in verlassenen Vogelnestern Hagebutten als Wintervorrat an. Wenn das nicht fast nach Beatrix Potter schreit….
Danke an alle Helfer incl. mitgebrachter Hunde (die sich jedoch an der Buddelei nicht beteiligen durften) für ein riesiges Fass Wasser, was zu Lachen und eure Tatkraft incl. extrem formschöner Pflanzringe (um den ersten Preis streiten sich Nadine und Marco).

Avanti popolo

 

 Die fast sommerlichen Temperaturen dieses Wochenendes haben wir für längst überfällige Arbeiten an unseren Honigbienen genutzt. Eine sorgfältige Durchsicht mit Futter- und Brutkontrolle stand an; alte Rähmchen raus, saubere rein und einen Klaps auf den Po – auf geht’s Mädels. Einen blütenreichen Frühling und viel Gesundheit – das wünschen wir euch!
Aber auch die Roten Mauerbienen, die unsere Wildbienennisthilfe schon seit Jahren gerne annehmen, sind dabei neue Brutgänge anzulegen und sehen echt niedlich aus, wenn sie mit ihren puscheligen Köpfchen aus den Nistgängen rauslugen. Wir müssen uns unbedingt ein Makroobjektiv zulegen, aber einfach nur Zuschauen ist auch schön.

Der Vortrag im Kulturbahnhof am 29.03. war gut  besucht – inhaltlich vielleicht etwas ausufernd aber ich hoffe, doch interessant und unterhaltsam für die meisten Zuhörer.
Vielen Dank für das Interesse, die neuen Spenden (wurden umgehend in Sträucher umgesetzt) und auch für die Stauden, die ich persönlich geschenkt bekommen habe. Der Lerchensporn wurde sofort von einer Erdhummel entdeckt, die sich aufgrund ihres zu kurzen Rüssels seitwärts zum Nektar durchgenagt hat. Ich hatte davon berichtet – der klassische Blüteneinbruch!!!! Ich war begeistert, das live zu erleben.

Hier – bevor ich es vergesse – der Artikel aus dem Bioland-Magazin / März-Ausgabe, die uns angeschrieben hatten und an unserem Projekt interessiert waren. Wie schon erzählt, hatte ich einen Anruf eines Projektleiters aus Bad Honnef, der sich interessiert zeigte an der Vorgehensweise zur Einsaat von kommunalen Flächen.

 

 

Frühling läßt sein blaues Band……

22.3.2019

Liebe Leute,
Ich möchte sehr gerne ein Treffen, um ein paar Dinge im Detail abzusprechen.
Vorschlag:  03.04.19 um 18 Uhr bei mir. Wär schön, wenn ihr kommt. Wär sehr schön.

Nisthilfen: Eigentlich anders geplant aber – geht nicht anders. Diesen Samstag werde ich mit Uwe und Sönke das vorrätige Material einfüllen. Uhrzeit sprechen wir noch ab. Zusätzliche Infoschilder habe ich gemacht und dann kommt der Draht davor. Wir können jederzeit erweitern. Falls sich erste Bienen verirren, steht eine Unterkunft parat.
Es fehlt immer noch an Hartholz. Das Holz, das ich gebohrt habe, erscheint mir zu faserig und nicht optimal geeignet. Dann lieber in Ruhe.
Flächen: Die bereits bestehenden Flächen sind noch einmal erweitert worden von der Stadt Buchholz. Eine 400 qm Fläche am Ortsausgang ist uns von Hannes Henk zur Verfügung gestellt worden, die er bereits aufbereitet hat. Das Saatgut für alle Flächen liegt bereit. Einsäen sollten wir Mitte April. Das erfordert eine Menge Orga.
Uwe hat heute alle mehrjährigen Flächen mit der Heckensense gemäht. Ich will am Sonntag an der Montessori-Fläche anfangen die Fläche zu harken und Grasbüschel rauszuzuppeln.
Falls jemand nicht in die Kirche geht, bitte melden.

Kindergarten / Schule: Ich habe mit Sabine Reese und Annett Borchert vor einigen Tagen zusammengesessen und darüber gesprochen, wie wir die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen fortführen und optimieren können. Wir wollen eine beständige Begleitung dieses Themas (immer mal wieder zwischendurch) erreichen, die Eltern mehr informieren und ins Boot holen und Lern- und Spielunterlagen erstellen. Die Mühlenschule und der Kindergarten am Schoolsolt haben schon positive Rückmeldungen gegeben.
Sträucher für die Mühlenschule: können jetzt endlich gepflanzt werden. Es war nicht ganz unanstrengend aber nun dürfen wir und kriegen sogar noch mehr Platz als vorher. Die Sträucher sind bestellt und kommen in ca. 3 Wochen. Leider macht die Baumschule Pengel zu zum Sommer und ich musste ausweichen. Wenn jemand einen guten Tipp für eine Baumschule mit einheimischen Gehölzen hat, bitte gerne melden.

Protest

14.3.2019


Agrarministerin Klöckner hat 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto von Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell sein.

Hier gehts zum Protest:

So nicht!!

 

In the name of…

21.02.2019

Ips sexdentatus – der Fichten-Borkenkäfer. Man kommt allerdings eher nicht auf die Idee ihn liebevoll „Ipsi“ zu nennen, denn dieses kleine possierliche Käferlein – normalerweise ein ganz wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald – sorgt allenthalben für große Aufregung.

Wieder eine Folge des Menschgemachen Klimawandels – durch die extreme Trockenheit des Jahres 2018 konnte sich der Käfer explosionsartig vermehren. Viele Fichten, die in ganz Deutschland aufgrund des Bau- und Brennholzbedarfes nach dem Krieg in großen Monokulturen angebaut wurden, sind durch den Wassermangel in Schwierigkeiten geraten und damit ein leichtes Opfer für den Borkenkäfer – wir reden hier über den Buchdrucker und den Kupferstecher – leider haben Sie nur anderes im Sinn. Holm-Seppensen verliert nun nach dem Fäll-Wahn der letzten Jahre (immer engere Baufenster, immer stärkere Stürme) in rasantem Tempo den Charme der ehemaligen Wald-Siedlung. Nachgeforstet wird meist nicht – man gleicht sich den Hamburger Vororten optisch an. Das finde ich sehr traurig.
Um den Bogen zu unserem Projekt zu schlagen – mit immer schneller abnehmenden natürlichen Lebensräumen sind wir aufgefordert, alles für deren Erhalt zu tun und in den kleinen Refugien – unseren Gärten – zu versuchen, ein klein wenig Abbitte zu leisten und der Tier- / Insektenwelt Asyl zu gewähren, in dem wir es so schön wie möglich für uns alle – Mensch, Tier, Pflanze – zu machen.

Etwas Positives:

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Das Volksbegehren Artenvielfalt, dass in Bayern durchgeführt wurde, um einen Gesetzesentwurf zur Veränderung des Naturschutzgesetzes einzubringen, ist von sensationellen 18,4% der Wahlberechtigten unterzeichnet worden. Ich hatte echt Pipi in den Augen, als das Ergebnis durch war. Jetzt bleibt nur abzuwarten, was daraus wird und ob daraus ein Flächenbrand (im positiven Sinne natürlich wird). Hier noch mal für alle Interessierten der Link. Guckt euch das an und freut euch.

 

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

 

Nun zu uns:

  • In den nächsten Tagen werden die Nisthilfen befüllt.
  • In den nächsten Tagen werden die vorhandenen Flächen gemäht.
  • Die Erweiterung der Flächen am Tostedter Weg und an der Mühlenschule sind genehmigt und Stadt Buchholz wird die Grasnarbe runternehmen lassen. Wann? Wenn zwischen den Borkenkäfer-Einsätzen Luft ist.
  • Alles Saatgut ist vorrätig und wartet auf die Einsaat.
  • Wir haben immer noch keine Fräse – notfalls leihen wir eine. Es ist noch Zeit bis Ende März ca.
  • Für die Sträucher-Pflanzung an der Mühlenschule warte ich seit September auf einen Begehungstermin mit der Stadt Buchholz. Vielleicht wird es ja was dieses Jahr. ES IST UMSONST!!!! wage ich vorsichtig zu erwähnen. Meine Mama hat mir beigebracht, dass man einem geschenkten Gaul lieber nicht ……
  • Wir sind guten Mutes vor der Mühlenapotheke in Holm-Seppensen einen Apothekergarten anlegen zu können.

Und es gibt tausend Ideen, die nach Umsetzung schreien.

Am 29.03.2019 muss ich in die Bütt und im KUBA etwas zum Projekt erzählen. Macht gerne Werbung und dann schaukeln wir das Kind schon. Über Unterstützung bei der Vorbereitung und gerne auch beim Vortragen würde ich mich sehr freuen. Ich bin keine Rampensau. Echt nicht.

Ich wünsche allen einen schönen Vorfrühling. Unsere Honigbienenvölker haben es bisher allesamt gut durch den Winter geschafft. Das freut uns sehr. Und jeder Frühblüher und Haselnussstrauch mit goldgelbem Pollen ist jetzt wichtig – auch für die Hummelköniginnen, die bald aus dem Winterschlaf erwachen. Genießt die ersten Sonnenstrahlen.

Schön, dass ihr noch da seid!!

01.02.2019

 

Das erste Bienenbotschafter-Treffen hat gezeigt, dass ihr die Lust nicht verloren habt. Wie schön!  Immerhin mit acht treuen Gesellen saßen wir in Weingummi-lustiger Runde und haben eine Ist-Analyse betrieben und Pläne geschmiedet. Ein detailliertes Protokoll geht an die „Working Bees“ mit separater Post.
Status:
Nach Abzug aller offenen Rechnungen verfügen wir mit dem Umweltpreisgeld zur Zeit über ein Budget von etwas über 2500 €. Damit kann man eine Menge anfangen, allerdings nur, wenn wir bei den Erdarbeiten Hilfe bekommen.
Die Schilder für die Nisthilfen sind da und richtig schön geworden. Danke, liebe Sandra.
Viele Dosen sind befüllt und Löcher in Hartholz gebohrt. Den Standort für die fünfte Nisthilfe beim Sniers Hus habe ich heute besichtigt. Somit kann bei frostfreiem Boden unser mobiles Einsatzkommando dann tätig werden.

Wir haben vereinbart möglichst Ende Februar (da geht es nämlich schon bald los mit der Wohnungssuche bei Majas wilden Schwestern) Termine mit den Sponsoren und Kindern der jeweiligen Einrichtungen zu finden. Die Kinder sollen die Entwicklungen ja beobachten und gleich ein paar Aufgaben gestellt kriegen. Gitterrahmen müssen noch gebaut werden, damit die Nisthilfen nicht zum Meisenbuffet werden.
Wir haben uns auf den Kauf eines „Spions“ geeinigt, der einen Einblick in hoffentlich dann belegte Nistgänge gewährt. Dieser soll für Wildbienen-Schulungen am Sniers Hus auch dort installiert werden.
Von der Stadt Buchholz ist die Zusage gegeben worden, uns die Grasnarbe für die Erweiterung der Flächen runterzunehmen. Wunderbar. Das Fräsen der Flächen ist aber noch zu organisieren. Saatgut ist teilweise vom Netzwerk Blühende Landschaft zur Verfügung gestellt und teilweise aus Spendengeldern bestellt worden. Auch in 2019 wollen wir bei Aktionen wieder Giveaway-Tütchen verschenken.
Kontrovers diskutiert wurden das Thema „Gründung eines gemeinnützigen Vereins“. Die Vorteile sind das Ausstellen von Spendenbescheinigungen und die Nutzung eines kostenfreien Kontos. Die Nachteile sind verpflichtende Posten, Sitzungen etc. und der eventuelle Verlust des Charmes unserer doch eher unkonventionellen Hinterhof-Gang :-).
Da machen wir uns noch mal richtig schlau und überlegen das gut.
Auch die Notwendigkeit einer eigenen Internetseite wurde aus Kosten- und Aufwands-gründen hinterfragt. Auch hier gucken wir noch mal.

Gestern war ich in Flintbek bei Kiel im Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume. Dort fand das Abschluß- und Netzwerktreffen Bienenbotschafter statt. Tja, der Name gehört uns leider nicht alleine – zeigt aber doch, dass er gut ist, oder??!!!
In vielen Veranstaltungen wurden und werden dort engagierte Leute ausgebildet, das Thema „Insekten/Bestäubung/Verlust der Artenvielfalt“ etc. in das Bewusstsein von Menschen zu transportieren. Tolles Projekt. Ich war letztes Jahr dort auf einer richtig guten Veranstaltung und hätte gerne alle Module besucht, aber das ist aus Zeitgründen nicht möglich gewesen. Das Treffen gestern war jedoch der Hammer, weil dort über 30 hochinteressante Leute ihre absolute Bereitschaft zum Vernetzen kundgetan haben. Egal ob Landschaftsführer, Imker, Biologen, Umweltschützer hastenichgesehen – wir machen jetzt eine Online-Gruppe (Newsletter und Forum für Fragen (wird noch im Detail geplant), wo alle raustun und ihr Wissen und ihre Erfahrungen einstellen. Ich darf mitmachen – als Niedersachsin. Ich bin sehr gespannt – ein unglaublicher Fundus an Inspiration.

Zum Abschluss was Süßes. Dieser kostenfreie Vortrag am 07.02. soll sich sehr lohnen. Die Referentin arbeitet im Hamburger Botanischen Garten und die Tipps sind wohl praxisnah und gut umzusetzen. Ich gehe natürlich hin.

 

Wir dürfen mit dem Weitermachen nicht mehr weitermachen! Die Bienenbotschafter Holm-Seppensen gehen demonstrieren!

20.01.2019

 

„Wenn man am Abgrund steht, ist ein Rückschritt eher ein Fortschritt“. Das war nur eines der vielen Plakate, die wir gestern auf der „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin zu sehen bekamen.
Wir (Sabine, Uwe und ich) und noch ca. 35.000 andere Menschen haben dagegen protestiert, daß die 60 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen pauschal ohne jegliche ökologische Auflage nach Größe der Fläche vergeben werden. Dabei brauchen wir dringend eine Politik, die eine klimaschonende, umweltfreundliche Landwirtschaft unterstützt, der an artgerechter Tierhaltung, dem Erhalt der Artenvielfalt und dem Schutz unserer Böden und unseres Wassers durch massive Reduzierung des Einsatzes von Pestitziden gelegen ist.

Frau Klöckner, die sich zur Zeit mit vielen anderen Landwirtschaftsministern aus aller Herren Länder auf der Grünen Woche ein paar lustige Tage macht, findet Demos wahrscheinlich doof. Sie warnt vor einer Polarisierung in dieser Thematik und hat die Demo als „Gaudi“ bezeichnet. Man fühlt sich nicht wirklich ernst genommen. Diese Demo wird wahrscheinlich wieder nicht wirklich etwas bewegen, denn sie findet nun schon seit fast zehn Jahren statt. Auch dass noch nie so viele Trecker sich auf den Weg in die Hauptstadt gemacht haben und Umfragen ergeben, dass 80% der Bundesbürger staatliche Förderungen für eine zukunftsfähige und gerechte Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik unterstützen würden (warum eigentlich nur 80%?), wird keine große Wende herbeiführen.

Aber es bewegt sich was! Es war wirklich gut zu sehen, wie viele Menschen nicht mehr mitmachen wollen und die Dinge selbst in die Hand nehmen. So gibt es die Initiative der „Ernährungsräte“ – und juhu – auch in Hamburg gibt es dort eine Projektgruppe, die in Fragen der Ernährung nicht mehr auf die Rolle des Konsumenten festgelegt werden will sondern es selbst in die Hand nehmen will, wo ihr Essen herkommt, wie es produziert und vermarktet wird. Weg vom „Friss oder stirb“ –  hin zu einer echten Ernährungswende.  https://ernaehrungsrat-hh.de Und das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft greift um sich. Immer mehr Menschen organisieren sich in diesen Strukuren.
Ja, Essen ist politisch!

Unser Bienenbotschafter-Plakat, dass wir mit klammen Fingern vor uns hergetragen haben, wurde übrigens gefühlte hundert Mal fotografiert und fand besten Anklang. Natürlich waren wie immer viele Imker, Bienen- und Insektenfreunde in Berlin, denn das Insektensterben und unsere Art der Landwirtschaft gehören natürlich ganz klar zusammen.
Dass wir es nur knapp vermieden haben, aus Versehen!!!! auf einer deutschnationalen Kundgebung vor dem Reichstag teilzunehmen, ist eine andere Geschichte, die ich euch bei Bedarf mal in Ruhe erzähle.

Ich freu mich jetzt schon

15.01.2019

Dieser Winter ist keiner. Finde ich. Unsere Krokusse plieren schon neugierig aus dem Boden, die Haselkätzchen sind kurz vor Pollen, in den Regenpausen fliegen die Bienen. Der Süden kriegt es richtig dicke mit Schneebergen, die Dächer zum Einsturz bringen und Baumkronen zum Knicken. Und die Farbe Grau zeigt ihre vielschichtigen Nuancen. Ein Traum. Aber man kann die Zeit ja nutzen.

Ich freu mich jetzt schon auf dieses Jahr mit all seinen Facetten. Albert Einstein, dem ja alles Mögliche in den Mund gelegt wird, soll gesagt haben: „Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres“. Ich auch.

Los geht es: Bienenbotschafter-Treffen am 30.01. um 19 Uhr bei uns im Weidenweg 2c / drinnen :-). Ich stell was zum Knabbern und zum Trinken bereit und wir besprechen die weitere Vorgehensweise. Bitte sagt Bescheid, wenn ihr kommen könnt. Wer nicht kommt, braucht auch nicht absagen, es ist ja nicht verpflichtend!!
Die Nisthilfen müssen bestückt, die Flächen erweitert und neu eingesät werden.
Wir wollen einen Verein gründen und wollen unsere Botschaft möglichst gut unter die Leute bringen. Wie kriegen wir die Kindergärten / Mühlenstrolche zu begeisterten Naturforschern? Und wie halten wir die Stadt Buchholz bei der Stange. Dieses Jahr werden die Insekten wahrscheinlich etwas aus dem Fokus verschwinden und ein anderes Thema die Medien maßgeblich bestimmen.

Am 19.01. (kommenden Samstag) findet in Berlin die Groß-Demo „Wir haben es satt“ für eine klimagerechte und insektenfreundliche Landwirtschaft, für das Überleben kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe, für eine gerechte Verteilung der Agrarinvestitionen (seht hierzu den Flyer unter „Termine“) statt.
Im Moment lautet das Prinzip ja: Haste viel, kriegste viel. Die Vergabe der Agrasubventionen hat direkt mit der Größe der landwirtschaftlichen Fläche zu tun – egal, ob man ökologisch wirtschaftet oder als industrieller Großkonzern auf die Böden kippt was geht.
Ich fahre mit dem Zug hin. Greenpeace Buchholz organisiert Wochenend-Tickets. Abfahrt ist um 5.59 Uhr ab Buchholz. Wer noch mitfahren möchte, schreibe eine eMail an alexavetter@t-online.de. Zurück ist man um 20.36 Uhr. Ein langer kalter Tag, der aber bestimmt unglaublich gut wird. Und bunt und spannend.
Auch spannend finde ich eine Organisation, über die ich erst vorgestern im Fernsehen erfahren habe: Die Regionalwert AG Hamburg.
Das ist eine nicht börsennotierte Bürger-Aktiengesellschaft, die mit dem Geld als Eigenkapital kleine Betriebe unterstützt, die sich alle sozialen und ökologischen Standards verpflichten und sich untereinander ihre Produkte abnehmen müssen. So kann es gehen. Ich bin begeistert. Guckt euch das unbedingt mal im Internet an, wenn ihr Zeit habt.
Direkt vor der Tür haben wir die Solawi Nordheide, bei der man sich mit einem oder meheren Anteilen für jeweils ein Jahr einkaufen kann und dann einmal wöchentlich frisches saisonales und regionales Gemüse bezieht. Die Ware kommt von Hof Quellen in Wistedt. also quasi von umme Ecke. Alex Miemczyk, Uwe und ich sind seit gut einem Jahr dabei und nach Abschluss des Wirtschaftsjahres werde ich unsere Erkenntnisse hierzu zum Besten geben.
Apropos Alex: Sie hat ihre Internet-Seite fertig, die viel Inspiration zu bieten hat : Lebe Lieber Unverpackt  Wer noch nicht das Glück hatte, einen Vortrag zum Thema „Plastik vermeiden“ zu hören, der sollte das nachholen oder sich vielleicht für den alle paar Wochen erscheinenden Newsletter anmelden. Wir haben im letzten Jahr schon einen richtig guten Schritt gemacht und unseren Plastikmüll um ca. 50% reduziert. Und das ohne Verrenkungen und Komplikationen.

So, Schluss jetzt – ich freu mich auf den 30.01. und hoffe auf gute Resonanz.
Liebe Grüße von Bärbel

Tschüss 2018, Willkommen 2019

Liebe Leute, dieses Jahr ist für mich persönlich sehr traurig zu Ende gegangen aber ich möchte euch allen sagen, dass unser Projekt mich unendlich bereichert hat – vor allem durch die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Das ist mein Highlight 2018 und ich danke dafür.

Ich wünsche euch allen ein schönes neues Jahr mit vielen glücklichen und fröhlichen Momenten, vor allem Gesundheit und mögen wir den Blick für die kleinen Wunder nicht verlieren. Im nächsten Jahr steht eine Menge an und ich hoffe sehr, dass wir zusammen bleiben und  eine gute Zeit haben werden. Dann kriegen wir hier nebenbei auch alles zum Blühen. Darauf wette ich.

Über den Umweltpreis können wir uns alle sehr freuen. Ich finde es besonders wunderbar, dass so viele Initiativen im Buchholzer Raum zum Schutze von Insekten tolle Projekte angeschoben haben. Wir können uns sicher von den anderen auch noch was abgucken. Mit dem Preisgeld von 800 Euro haben wir eine super Starthilfe ins Jahr 2019 und danken an dieser Stelle allen Spendern und Helfern, die es uns ermöglichen, auch im nächsten Jahr weiter für einen gedeckten Tisch für Bienen, Wildbienen, Hummeln und Co zu sorgen. Eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben werde ich in Kürze offen legen, damit wir auch weiterhin transparent sind. Danke von Herzen und ein frohes neues Jahr.