Baumpaten gesucht und gefunden! Jippie!

28.08.2022
Der Anfang ist gemacht. Heute haben Uwe und ich Baumpatenschilder aufgehängt für die durch die anhaltende Dürre der letzen Jahre schwer gebeutelten Schwedischen Mehlbeeren. Alle anliegenden Gewerke der Buchholzer Landstraße (REWE, Art of Hair, Fahrradschloss und Halong Bay) haben sofort und ohne mit der Wimper zu zucken auf unsere Anfrage zugesagt, sich um die Wasserversorgung der vor den Läden stehenden Bäume zu übernehmen. Das ist wunderbar. Um die Bäume steht es nämlich schlecht und das will etwas heißen, denn diese Baumart gilt als außerordentlich trockenheitsresistent. Die mit dem Prinzip der Tröpfchenbewässung Wasser abgebenden Säcke wurden vom Bauamt zur Verfügung gestellt und von uns an die Bäume gebracht (wir hoffen auf Nachschub); das Gießen kann die Stadt nicht leisten. Da jetzt in die Diskussion zu gehen - warum und weshalb - ist müßig und hilft den Bäumen wenig. Besonders toll: Alexandra und Christian als Anwohner haben schon mal auf eigene Faust losgelegt und zwar mit Brauchwasser aus der Wohnung!!!! Wie das geht? Ich zitiere hier mal Alexandra, die ich natürlich gleich gefragt habe:
Im Haushalt sammeln wir so:
Beim Abwaschen von Obst und Gemüse steht einfach eine große Schüssel in der Spüle. Ich mache es oft so, dass ich direkt wenn ich einkaufen war, alles abwasche, dann lohnt sich auch die aufgefangene Menge und ich kann damit direkt gießen gehen. Die Schüssel in der Spüle ist auch super, wenn man z.B. nur schnell einen Putzlappen nass machen möchte. Das sonst verlorene Wasser geht direkt in die Auffangschüssel.
Das gilt so auch für das Waschbecken im Bad, dort kann z.B. das Wasser vom Anfeuchten der Zahnbürste aufgefangen werden, ...
Sehr effektiv (aber auch etwas umständlich) ist das Auffangen von Wasser in der Dusche. Mein Partner duscht z.B. lieber warm. Das heißt, bis das Wasser warm ist, fängt er das kalte Wasser in einer Schüssel auf, danach stellt er die Schüssel aus der Dusche und duscht normal weiter. Da kommt echt viel zusammen. Man kann auch das Wasser vom ersten Abduschen (also ohne Seife) zum Gießen nutzen. Uns ist allerdings bewusst, dass das wohl für die meisten zu extrem ist, wir haben aber kein Problem damit und unseren Pflanzen geht es auch super. :)

Vielleicht sind da ja für euch Anregungen dabei - zum Nachdenken über unseren Wasserverbrauch regt das allemal an. Tausend Dank!!
Wir hoffen sehr, dass wir für die Bäume, die noch keine Lebensretter gefunden haben, Paten finden und wir hoffen genauso sehr, dass die Bäume durchkommen. Die Zeiten werden wahrscheinlich nicht besser. Darauf müssen wir uns einstellen und ohne Bäume .......????

Das es hirnrissig ist, für einen grünen Rasen zu sorgen, wenn im Hintergrund die Sträucher und Bäume den Löffeln abgeben, brauch ich euch allen ja nicht erzählen. Wir hoffen auf Nachahmung und volle Unterstützung.

Sommer-Nachlese

22.08.2022
Eigentlich ist Sommer. Freibad, Pommes, Wassereis und auch mal Langeweile. So war das früher. Im Moment knallt einem alles um die Ohren und die Erde brennt. Ist es gut, dass wir so extreme Meister des Verdrängens geworden sind (Selbstschutz) oder wird uns das bald fürchterlich auf die Füße fallen? Ich habe mir etliche "Nur-gute-Nachrichten-Apps" runtergeladen, um nicht zu verzweifeln. 
Ist es eine gute Nachricht, dass wir jetzt häufiger den Kolibri der Nachtfalter - das zauberhafte Taubenschwänzchen zu Gesicht bekommen? Meist auch am Tage aktiv wurde wieder ein Exemplar von Walburga gesichtet, das sich am Nektar der Flammenblumen (Phlox) einen genehmigt hat. Man kann man sich vor Entzücken eigentlich gar nicht mehr einkriegen. 

Die Heide blüht, die Bienen haben starke Völker, die sich nun langsam auf die Überwinterung vorbereiten . Es ist die Zeit der Heupferde und überall (wo es noch feucht ist) hüpfenden Frösche und Kröten. Es ist auch die Zeit des Samen-Sammelns. Viele Pflanzen haben nun trockene Früchte ausgebildet, mit denen man nach entsprechender Vorbereitung des Bodens (feinkrümeliges Saatbett / unkrautfrei) bis Ende September lückige Stellen in den Beeten gut auffüllen kann. Auch für den hoffentlich Anfang Oktober stattfindenden Saatgut- und Staudentauschmarkt kann schon gesammelt und eingetütet werden. Termin folgt. Aber Oktober ist noch ein bißchen hin. Weiterhin noch schöne Sommertage.

Dengel-Deerns und Dengel-Bengel

10.07.2022

Ein langhegter Wunsch wurde endlich wahr. Gestern hat uns Holger - der kleine Ackerdieb - auf ganz vortreffliche Weise in die Kunst des Sensen eingewiesen. Selbst ich kann es jetzt halbwegs. Die anderen erwiesen sich als Naturtalente. Vielen herzlichen Dank an Holger für die Ruhe und die unglaublich anschauliche Art der Wissensvermittlung. An dir ist ein wahrer Lehrer verloren gegangen.
Warum wir das machen? Weil wir es satt haben, zuzugucken, wie die Kreiselmäher sich todbringend durch die Wiesen arbeiten und eine Spur der Verwüstung hinter sich lassen. Die Sense, so sehr sie auch mit dem Tod verknüpft ist (Man sagte früher: Herein, wenn's kein Schnitter ist. Erst später wurde dann der Schneider draußen gelassen.), ist doch als Mähwerkzeug sehr viel lebensbejahender als alles andere. Die Insekten werden es uns danken, besonders wenn wir nicht alles auf einmal wegsensen. Tatsächlich sind gute Sensen im Moment nicht zu kriegen - ausverkauft. Das ist ja aber auch ein Zeichen, dass diese alte Technik eine Renaissance erlebt. Wenn jemand vielleicht noch eine alte Sense irgendwo im Schuppen hat, bitte gerne melden. Dengeln und schärfen - das können wir jetzt.

Betriebsausflug und andere motivierende Dinge

19.06.2022
Seit Tagen liegt ziemlich viel Juni in der Luft. Die Sonne scheint, das erste Heu wird eingefahren, die Bienen wollen schwärmen und die Wiesen blühen, da wo man sie lässt.

Leider ist der Boden bei uns so backsteintrocken, dass Elli und ich bei der Bodenbearbeitung des Apothekergärtchens Muskelkater bekommen haben. Dennoch haben wir uns tapfer durchgeplackt und am Freitag jede Menge neuer Stauden gesetzt. Eine Anwohnerin fand das so schön, dass Sie uns mit Keksen beschenkt hat. Danke für diese rührende Wertschätzung. Annett, die das Wässern in den nächsten Tagen übernehem wird, kriegt welche ab. Versprochen. Auch die Bepflanzung der Ortsmitte steht schön in Blüte und kommt dank vorausschauender Planung mit der Trockenheit relativ gut zurecht. Wenn jetzt noch das von der Stadt Buchholz zugesagte Mulchmaterial kommt, sind wir hoffnungsfroh, dass die Pflanzen diesen Sommer überleben.

Regen fehlt mal wieder und zwar als langanhaltender Landregen, damit der Boden wenigstens den Hauch einer Chance bekommt, die Feuchtigkeit aufzunehmen.In Brandenburg wurden gestern hunderte Menschen wegen der dortigen Waldbrände evakuiert; das Trink- und Gießwasser ist in einigen Bereichen der Region dort schon seit April rationiert.In Baden-Württemberg gingen die Temperaturen deutlich über 30 Grad.
Zwei, die sich schon länger darüber Gedanken machen, dass die herkömmliche Art der Gärtnerei keine Zukunft hat,  sind Holger und Ilka.
Das Stichwort ist Permakultur. Hier geht es in erster Linie um einen respektvollen Umgang mit der Natur; um ein Arbeiten mit ihr und nicht gegen sie. Wir reden hier also über eine Philosophie, nicht über eine weitere Arbeitsmethode. Der Boden wird nicht gefräst oder gepflügt, um die Bodenlebewesen nicht zu beeinträchtigen / zerstören. Die Lockerung des Bodens erfolgt über Pflanzen und Tiere, denen über konsequentes Mulchen weltbeste Lebensbedingungen geschaffen werden. Die Inspiration kommt also ebenfalls aus der Natur selbst.
Wie das alles so funktioniert, haben wir uns im Rahmen eines kleinen Betriebsausfluges beim kleinen Ackerdieb vor Ort angeschaut. Holger, der so sehr für seine Sache brennt, dass er praktisch zwei Stunden dauergeleuchtet hat, hat uns eine tolle Einführung in die Thematik gegeben. Auf 3,5 Hektar zwischen dem Bossardtempel und Asendorf hat sich seit Beginn des Projektes schon Unglaubliches entwickelt. Mitten zwischen konventionell genutzten Feldern liegt eine Oase, auf der Feldlerchen brüten, die Schwalben den Lehm für ihre Nester holen, Teiche, Totholz und Steinhaufen Lebensraum für Reptilien, Amphibien und Insekten bieten, Gemüse und Wildpflanzen gedeihen und viele Beete im Entstehen sind. Hoch aufgeschichtete Hackschnitzel werden mit einer Schicht Lehm und einer Schicht Erde abgedeckt. Darauf gepflanzte Lupinen holen durch ihre tiefen Wurzeln Nährstoffe in die oberen Schichten. Feuchtigkeit kann sich wunderbar in dieser hohen Mulchschicht halten. So entsteht ein idealer Boden , der Gießen nicht mehr notwendig macht. Hier wird der Natur etwas zurückgegeben und sie dankt es sofort.
Danke, lieber Holger, für diesen tollen Nachmittag. Wir kommen wieder.

Abgesehen davon, dass wir uns immer schon für die "herrlich Verrückten" (wie Dirk sagt) interessieren, sind wir auch auf der Suche nach einer geeigneten Fläche so dicht es geht bei Holm-Seppensen, um ein ähnliches Acker- und Wiesen-Projekt zu starten. Die uns von der Stadt zugewiesenen Flächen werden vielleicht bald das gleiche Schicksal wie die Streuobstwiese haben - wir brauchen also dringend einen neuen Plan. Und wie hat Ann-Kathrin so schön gesagt: Jetzt ist die Zeit für etwas Größeres. Think big sozusagen. Wir wollen einen eigenen ACKER!!

Pause?!

21.05.2022
Heute ist der Internationale Tag der Biodiversität. Durchaus eine gute Gelegenheit uns mal leicht auf die Schulter zu klopfen. Die gestrige Nisthilfenrunde mit Dirk hat gezeigt, dass von Jahr zu Jahr immer mehr Röhren besiedelt werden. Die possierlichen Parasiten sind auch schon am Start, wie man an dem unten links abgebildeten Trauerschweber sehen kann. Aber so funktioniert Vielfalt nun mal. Alles hat seinen Platz und seine Berechtigung. Der Regen der letzten Tage hat Gutes getan. Die Wiesenmargeriten sind schon am blühen und viele andere Pflanzen stehen in den Startlöchern. Jedoch nicht überall.Unsere beiden neu eingesäten Flächen auf dem Seppensener Friedhof und am Seppensener Mühlenweg keimen noch nicht, da es an Wasser gemangelt hat. Die Wiesen am Eidigweg und am Montessori-Kindergarten vergrasen, da der Boden zu fett und zu feucht ist und wir permanent pflegen müssten. Der Aufwand ist zu hoch und daher wollen wir die Flächen "offiziell" rausnehmen aus der Blühkarte der Stadt Buchholz. Zum weiteren Vorgehen berufen wir ein Treffen ein. Dieses Jahr wollen wir uns einfach mal auf uns selbst besinnen und unsere Gärten oder eigenen kleinen Projekte nach vorne bringen. Arbeit gibt es genug und alles, was man tut, soll man mit Liebe tun. Nicht wahr.

No regrets

08.04.2022
Liebe Leute, wir können einen Schlußstrich ziehen unter unseren Kampf gegen die Buchholzer Windmühlen. Aber - wie wir uns am Dienstag in der Teambesprechung einig waren - GUT, dass wir es gemacht haben. Der Stadtrat hat am 28.03., wenn auch mit Gegenstimmen der Buchholzer Liste (DANKE für die mutmachende Unterstützung), für den Feuerwehrstandort am Tostedter Weg gestimmt und damit ist der Drops gelutscht. Sabine und ich haben abschließend heute früh zusammen mit Grit Weiland einen USB-Stick mit den 1768 Unterschriften der Menschen, die sich für den Erhalt der Streuobstwiese ausgesprochen haben, an den Bürgermeister überreicht. Leider war keiner aus Johannesburg dabei (Insider) aber dafür an die 1100 Stimmen aus dem Raum Buchholz. Ein deutliches Signal, wie wir finden.
Danke an alle, die fleißig Flyer verteilt und sich sonstwie eingebracht haben. Aufstand ist immer kräftezehrend. Wir hätten uns sicher mehr Unterstützung für die Ausschuss- und Ratssitzung gewünscht, aber es gab ja eigentlich keine Hoffnung auf Erfolg. Und mit dem Ortsbürgermeister von Holm-Seppensen haben wir uns auch überworfen. Schließlich sind wir Lügner und Betrüger, leben aber zum Glück in einer Demokratie und müssen niemanden um Erlaubnis fragen, eine Petition ins Leben zu rufen. Was wir auf alle Fälle erreicht haben, ist eine große Öffentlichkeitswirksamkeit und ich denke, es wird hoffentlich sehr genau hingeguckt, wie die Bebauung der Streuobstwiese vonstatten gehen und wie die Gestaltung der Ausgleichsfläche laufen wird. In der Vergangenheit hat sich die Stadt ja nicht mit Ruhm bekleckert, was die Pflege solcher Flächen angeht. Mal sehen, ob es in der Zukunft besser laufen wird. Deswegen haben wir Herrn Röhse auch noch einmal unser tolles Banner "Insektenfreundliche Stadt Buchholz" gezeigt, was man aus diversen Gründen leider immer noch nicht aufhängen kann. Ob dieser Tag noch mal kommen wird? Wir werden sehen.
Wie läuft es weiter in unserem Projekt? Wir werden noch dieses Jahr die Pflege der Fläche am Tostedter Weg auslaufen lassen. Für die Wildbienen in der Nisthilfe muss eine neue Heimat gefunden werden. Dazu gibt es Ideen, über die wir bald berichten werden. Die Durchführung der Schmetterlingszählungen für das Helmholtz-Institut wird auf den Seppensener Friedhof verlegt. Die Wildrosen und Sträucher brauchen ein neues Zuhause, auch einen selbstgepflanzten Apfelbaum werden wir umsiedeln. Grundsätzlich werden wir unseren Schwerpunkt auf die Gärten und vor allem auf den Bereich Umweltbildung legen, denn was sich da in den Diskussionen der letzten Woche für Abgründe aufgetan haben - hossa!
Abschließend wünschen wir allen lieben Menschen den Mut und die Entschlossenheit für ihre Überzeugung einzustehen. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Achso - und der Krötenprinz ist in die Bildergalerie gehüpft als ein positives Signal. Es gibt noch Kröten!! Und küssen lohnt sich grundsätzlich immer.

Aufgeben kannst du bei der Post!

In diesem unseren wunderbaren Saatgut-Automaten steckt soooooo viel Liebe. Unübersehbar ganz viel von Miriam, die sich letzten Winter mit klammen Fingern den Sommer herbeigemalt hat. Marco hat den Automaten beatmet und gangbar gemacht und dabei liebevoll geflucht. Und unsere Kreativabteilung - bestehend aus Melanie, Christiane und Walburga, die seit März unermüdlich malen, gestalten, befüllen und immer wieder mit schönen neuen Ideen aus dem Knick kommen - wer da nicht sieht, wie lieb die Mädels diesen Automaten haben, der hat Hängelider, schlimme.  Und es gibt auch jede Menge liebe Leute, die das schätzen und sich daran erfreuen.Der Automat ist mittlerweile sehr gut integriert im Ort und hat schon viele viele kleine Blühinseln auf dem Gewissen. Dass nun in der Sylvesternacht der Info-Holzkasten nebst Schild in die Luft gebombt wurde, bringt für den oder die Täter (es war ganz sicher keine Frau) ganz mieses Karma. Ganz mieses. Und dabei belassen wir das. OK, vielleicht hören wir auf Melanie und bauen den neuen Kasten nächstes Jahr temporär ab. Es gibt leider immer noch zu leichten Zugang zu Sprengstoff aller Art.

Dirk hat auch in diesem Jahr more than one Bohrer verheizt und abgesehen von unseren immer besser besiedelten Nisthilfen stehen nun zwei neue kleinere Wildbienen-Wohnheime  sowie ein Riesending auf dem Seppensener Friedhof . Eine weitere große Nisthilfe konnten wir über Elli privat verkaufen und haben dafür jetzt ein paar Scheine mehr in der Handgeld-Kasse, die wir natürlich gut anlegen werden. Die Stadt Buchholz hat uns für den Kulturbahnhof noch eine Nisthilfe zugesagt, die über den Verein "Chancen schaffen" gebaut wird, zugesagt. Da wäre eine Mitmach-Aktion für den Ort doch eine gute Idee für dieses Jahr.

Krokanten-Giganten

17.10.2021
Gemeinsam haben wir - wie nun schon seit 2018 - unsere herbstliche Frühlingsblüher-Pflanzaktion durchgeführt. Ruckizucki wurden an die 7000 Wildkrokusse, Traubenhyazinthen und Strahlenanemonen verbuddelt unter Beobachtung neidischer Eichhörnchen. Schön, dass auch wieder ein paar Kinder dabei waren, die hochprofessionell und konzentriert die Zwiebelchen unter die Erde gebracht haben.Für alle Beteiligten gab es zum Abschluß ein kleines Tütchen mit Blumenzwiebeln, liebevoll verpackt von Christiane und Hansi.

Es wird leider zunehmend schwieriger Orte zu finden, an denen man pflanzen kann, denn was dieses Jahr noch freie Fläche ist, kann nächstes Jahr schon verbaut oder versiegelt sein. So ist die traurige Nachricht, dass wir unsere Blühfläche am Tostedter Weg schon im nächsten Jahr aufgeben müssen, da es nun amtlich ist, dass die Feuerwehr (zur Zeit noch in Holm) dort ihren neuen Standort beziehen wird. Dafür wird die gesamte Wiese aber auch der dahinterliegende Wald komplett weichen müssen. Nun ist es extrem wichtig eine Feuerwehr zu haben und die Standort-Entscheidung wurde sich bestimmt auch nicht leicht gemacht - nichtsdestotrotz müssen wir versuchen, den Bebauungsplan so umweltverträglich wie möglich zu gestalten. So dürfen laut der aktuellen Planung auf dem gesamten wirklich großen Gelände nur zwei alte Eichen stehen bleiben. Der restliche Baumbestand soll komplett gefällt werden. Das finden wir nicht gut - zumal in einem schwindelerregenden Tempo immer mehr Bäume im Ort fallen und jede mögliche Lücke zugebaut wird. Wir haben die örtlichen Umweltverbände schon auf das Thema angesetzt und werden uns da ebenfalls hinterklemmen. Eine Ausgleichsfläche ist schon festgelegt - es handelt sich um die landwirtschaftliche Fläche direkt neben dem Sportplatz. Nun ist ja die Streuobstwiese am Tostedter Weg auch eine Ausgleichsfläche, die für die Bebauung des Schoolsolt ausgewiesen wurde (wenn ich das richtig verstanden habe). Die Devise scheint zu lauten: Ausgleichsfläche für Ausgleichsfläche. Am Ende bleibt immer nur eine Fläche über und mit welchem Bestand? Nach sieben Jahren dürfen auch Ausgleichflächen wieder überplant werden (auch wenn dann dafür wieder eine neue......usw.). Ist das nicht unerträglich? Darf denn nicht einfach mal etwas von Dauer sein und in Frieden vor sich herwachsen? Wir bleiben dran an dem Thema. Soviel ist sicher. Schon alleine für die Lütten da unten auf dem Bild. Danke an alle Helfer - ihr wart mal wieder unfassbar toll!

Stauden- und Saatguttauschbörse, die Dritte!

04.10.2021

Das wird ein Pollen- und Nektarfest im kommenden Jahr! 

Der 3. Holm-Seppensener Saatgut- und Stauden-Tauschmarkt fand dieses Jahr erstmalig auf der Blühfläche am Tostedter Weg statt und fast alle Stauden und sehr viel Saatgut fanden ein neues Zuhause.

So viele interessierte Besucher*innen, Gartenbegeisterte und „Was ist denn hier los-Menschen“ fanden den Weg zu uns – es war uns eine Freude. Wir haben gute und inspirierende Gespräche über die einzelnen Stauden und Saatgut und „Nein, Sie müssen nichts bezahlen“ geführt, aber auch Klönschnack von „Wie kamen bei Dir dieses Jahr die Salatgurken?“ bis zu „Na klar, veganen Kuchen haben wir auch“ kam nicht zu kurz. Wer noch Interesse an Saatgut hat, kann sich gerne melden – da geht noch was.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr und den 4. Holm-Seppensener Saatgut- und Stauden-Tauschmarkt.

Was sollen Sonnenblumen ohne Pollen?

28.08.2021

Vor einiger Zeit haben wir einen Brief an Herrn Eickhoff in Sprötze geschrieben, der seit Jahren bei uns im Ort ein großes Schnittblumenfeld am Ortsausgang Richtung Holm betreibt. Wir haben ihn darum gebeten, sich Gedanken zu machen, ob nicht in Zukunft anstelle der pollenlosen Sonnenblumenarten (Allergiker-geeignet ist die Begründung) Sonnenblumen angebaut werden könnten, die auch für die Insekten was bringen und nicht nach dem Willen des Menschen kaputtgezüchtet sind. Der Frankenstein unter den Blumen sozusagen. Wir finden, dass ist mindestens genauso schlimm, wie die Gemeinheit viele Blumen in gefüllter Form (häufig bei Rosen, Dahlien, Astern etc.) zu züchten.

Ich zitiere hier einmal Werner David (www.naturgartenfreude.de):

Da die den Pollen produzierenden Staubblätter komplett in Schauorgane umgewandelt wurden, schauen die Insekten hier in die Röhre, in solchen gefüllten Blüten gibt es schlicht und ergreifend keinen Pollen mehr zum Sammeln. Die nektarproduzierenden Organe, die Nektarien, sind entweder rückgebildet und damit funktionsunfähig, oder aber die rein mechanische Barriere der Kronblätter verhindert den Zugriff der Insekten wirkungsvoll. Aus Sicht der Wildbienen und anderer Bestäubender Insekten wie Fliegen, Wespen, Käfer und andere, sind solche Blüten also eine komplette Mogelpackung ohne jeden Nutzen. In den gefüllten Blüten finden Sie keine “Fülle“ sondern das genaue Gegenteil Einige englische Naturgärtner sprechen hier daher etwas gehässig von „crappy flowers".
Die Signalwirkung der Blüten bleibt unverändert bestehen und wird sogar noch verstärkt. Hier wird also eine massive optische Werbekampagne gefahren, obwohl die versprochenen Produkte (Pollen und Nektar) gar nicht mehr im Handel sind. Aus Sicht der Konsumenten ein klassischer Betrug. Glücklicherweise lernen die Insekten nach einigen Fehlversuchen, solche gefüllten Blüten zu vermeiden und nicht sinnlos Energie zu verschwenden.

So, und deshalb sind auf den Sonnenblumen am Ortsausgang auch keine Insekten zu beobachten. Das berichtet der Imker Heinz Brauckmann, der genau gegenüber des Feldes wohnt und ständig Kontrollgänge macht. Wie anders sah das heute Morgen auf Hof Wörme aus. Uwe sind diese schönen Bilder gelungen und man kann so wunderbar das Insektenbuffet sehen.

Nun hat Herr Eickhoff leider nicht die Zeit gefunden, unseren Brief in irgendeiner Art zur Kenntnis zu nehmen. Deshalb bringt das Nordheide Wochenblatt dazu einen Artikel. Schaut mal in die nächsten Ausgaben. Wenn die Betreiber der Schnittblumenfelder merken, dass keine Leute mehr diese Sonnenblumen kaufen, dann muss der Hebel eben über das Portemonnaie gehen. Also - Boykott!!

Letzte Woche wurde dieses Schild von Unbekannten abgebaut und mitgenommen. Die Nachbarn im Rehweg haben eine toll bepflanzte Zuwegung wahrscheinlich aus gutem Grund mit diesem außerordentlich freundlich formuliertem schönen Schild schützen wollen. Wen auch immer dies auf Zinne gebracht hat, verwendet Hundekotbeutel wahrscheinlich auch nur, wenn gerade jemand guckt, um diese dann ins nächste Gebüsch zu feuern. Grrrrrr!!!!
Völlig sinnentleert war die Aktion vom letzten Wochenende. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde unser Saatgut-Automat (gerade pickepackevoll) komplett leergeräumt. Einige zerdrückte Schachteln und zerrissene Saatgut-Tüten waren der traurige Rest, der uns nach viel liebevoller Arbeit übriggeblieben ist. Melanie, Christiane und Walburga hingen die Ohren deutlich bis über die Knie. Wir denken jetzt leider doch ernsthaft darüber nach, wenn es technisch möglich ist, den Automaten auf  1 Euro umzustellen. Wenn jemand sich so an einem Samenspender austobt, kann das doch nur was mit Impotenz zu tun haben, oder?
Jetzt aber was Positives! Diese Kippen-Dose hängt an einer Mehlbeere (die ganz sicher nichts dagegen hat) in der Nähe von HalongBay / Buchholzer Landstraße. Ein tolles Beispiel für "einfach mal was machen, wenn einen etwas nervt"!! 71 Milliarden Zigarettenstummel landen in Deutschland jährlich auf dem Boden. Den meisten Rauchern ist wahrscheinlich gar nicht klar, dass eine einsame kleine Kippe ca. 40 Liter Grundwasser durch die in der Zigarette / Filter enthaltenen Giftstoffe wie Nikotin, Arsen, Blei u.a. verseuchen kann (bitte nicht im Aquarium ausprobieren!) .

Die demnächst anstehenden Wahlen auf kommunaler wie auch auf Bundesebene sind sicher die Wichtigsten seit ganz langer Zeit. Wieder mal entscheiden "wir Alten" über die Zukunft der nachfolgenden Generationen und um deren Zukunft ist es nicht gut bestellt. BuchholzZero hat letzte Woche einen Klimaplan für die Stadt Buchholz der Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt. Leider war der Bürgermeister verhindert in Wahlkampfangelegenheiten. Schade. Aber am nächsten Freitag um 19.30 Uhr stellen sich die Bürgermeisterkandidaten Bürgerfragen im Kulturbahnhof. Moderiert wird durch Hartmut Ludwig; Fragen können frei von der Leber weg gestellt werden. Habt ihr Fragen?

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen der letzten Wochen: Buchweizenfeld in Wörme, Smilla hat einen schönen Wildbienen-Nistklotz in Engelform für den Friedhof Seppensen gemacht, Wildbiene pennt in Glockenblume, diverse Bestäuber auf pollengebenden!!! Pflanzen und Ben-divers, unser erstes Küken diesen Jahres. Frech wie Oskar. Die Welt kann so schön sein.

Von Blutbären und Wilden Möhren

27.07.21
Was für ein entspannter Vormittag. Ein bißchen aufgeregt waren wir schon - ob überhaupt jemand kommt so zu Ferienbeginn. Und dann hatten wir es doch sommerlich summend gut besucht auf unserer schönen wilden Wiese. Gut vorbereitet waren wir natürlich: Annett, Christiane, Marco, Dirk und ich und konnten den geneigten Zuhörern (sogar einige Besucher aus der Stadtverwaltung hatten sich die Zeit genommen) ein Ohr abkauen und auch praktisch glänzen. Eigentlich fehlten nur noch die Picknick-Körbe. Und mehr Kinder. Wo sind die Eltern, die ihren Kindern einen Zugang zur Natur ermöglichen wollen? Im Serengeti-Park? Werbung haben wir doch eigentlich genug gemacht. Aber wir werden ja immer ausgefuchster. Annett hat Becherlupen für unser Projekt organisiert und eine Menge pädagogische Wiesenspiele auf Lager. Ich denke, wir überreden jetzt noch den Rattenfänger von Hameln und dann müsste da doch was gehen. Danke an alle Besucher für das gezeigte Interesse und bitte gerne weitererzählen, dass es sich mal wieder gelohnt hat. Für uns auf jeden Fall!

Es sommert

11.07.21
Hier ein kleiner Ausschnitt dessen, was uns vor die Kamera gekommen ist dieser Tage. Die Wiese am Jungfernstieg ist ein Blütenmeer. Die Raupe des Braunen Bärs, eine Ackerhummel, eine Hosenbiene, die neue Nisthilfe auf dem Seppensener Friefhof mit Kunstwerken von Buchholzer Grundschülern und die Raupe eines Tagpfauenauges - erfreuen das Herz. Was fällt euch so Schönes auf?

We are the ARK

01.07.21
Gestern konnte man u.a. online der Stadtratssitzung Buchholz beiwohnen. Es ging um die Osterweiterung incl. -Umgehung der Stadt und um neue Gewerbegebiete. Damit eines mal klar ist: Buchholz wird wachsen und zwar ohne Diskussion. Es muss Geld verdient werden und dem Zuzugsdruck aus Hamburg Rechnung getragen werden. Gleichzeitig ist das Ziel ausgerufen: Buchholz soll klimaneutral werden. Dabei wird sich in erster Linie auf die sogenannte Zivilgesellschaft, also auf uns, verlassen. Na, das wird lustig.

In British Columbia sind erstmalig seit Wetteraufzeichnungen Temperaturen von an die 50 Grad (mit vielen Todesopfern) gemessen worden, in etlichen Gebieten im Süden Deutschlands gingen derweil sintflutartige Regenfälle runter. In Buchholz wiederum ist ein extremer Anstieg von überdimensionierten Gartenpools (gespeist mit Trinkwasser) zu verzeichnen, während andere sich einen Kopf machen, wie man beim Gießen Wasser sparen kann. Es ist zum Mäuse melken. Ich wünsche mir von Herzen weniger Kurzsichtigkeit und Eigennutz. Aber so sind wir Menschen wohl halt - und wir werden immer mehr davon. Auch das noch.

Wie wäre es, wenn wir alle einen Teil unseres Gartens der Natur zurückgeben. Wie wäre es wenn wir unseren Garten eine Arche werden lassen. Wenn wir ein Netz aus sicheren Häfen für die Natur knüpfen würden. Jeden Tag verschwinden ca. 200 verschiedene Arten. Jeden Tag werden riesige Flächen versiegelt. Machen wir unsere Gärten zu einem geschützten Raum. Guardians .... not gardeners.

Guckt mal unter :  www.wearetheark.org

Unsere Saatgutautomaten-Gang kommt dieser Tage richtig in Schweiß. Schachteln bemalen, Schachteln befüllen und auch für Prospekt-Nachschub sorgen ist ein Nebenjob. Unterstützung gab es u.a. von den Schülern der Klasse 3c, die sich einen dramatischen Vortrag anhören mussten, bevor der Malspaß begann. Es spiegelt sich ein wenig in den zähnefletschenen frustrierten Bienchen wieder, oder?  Spenden kommen nach wie vor spärlich rein. Zum Glück hat Deutschland das Achtelfinale vergeigt - so gingen 40 Euro aus dem Wetttopf in die Bienenbotschafter-Kasse.

Endlich zeigen sich auch wieder ein paar Schmetterlinge. Sylvia hat große Mengen von Tagpfauenaugen-Raupen auf Brennnesseln gesichtet. Und unser Tagfalter-Monitoring-Team freut sich über die ersten Exemplare des Kleinen Wiesenvögelchens. Meine verzweifelte Anfrage beim Helmholtz-Institut hat ergeben, dass noch kein Grund zur Panik besteht. Der April und der Mai waren einfach zu kalt für Schmetterlinge. Im Juni ist für die Frühlingsfalter Ultimo und die Falter mit mehreren Generationen befinden sich in einer Zwischenphase und sind entweder Raupe oder Puppe. Diese Zeit wird "Generationenpause" genannt. Also freuen wir uns auf die nächsten Wochen und betätigen wir uns durch gezieltes Pflanzen als Schmetterling-Retterling.

Bei den Hummeln ist auch dieses Jahr festzustellen, dass man sehr wenige und in der Regel sehr kleine Exemplare zu Gesicht bekommt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Hummeln durch die klimatischen Veränderungen achtmal so viel Gebiete verlieren, wie sie anderswo verlieren. Mist. An Nahrung mangelt es ebenso. Auch für Wild- und Honigbienen sieht es schlecht aus. Die Nektarproduktion der Pflanzen sinkt bei Wassermangel. Nicht gut. Wenn es dann aber auch noch Probleme mit dem Pollen gibt... Dazu muss man wissen, dass eine vielfältige Ernährung in Form von Pollen für die Bienengesundheit immens wichtig ist. Mit steigenden Temperaturen sinkt auch der Eiweißgehalt im Pollen, was sich negativ auf die Brutentwicklung auswirkt.

Richtig schlimm wird es aber, wenn die Insekten auf Pflanzen treffen, wo sie an den Pollen durch gefüllte Blüten erst gar nicht mehr herankommen oder noch krasser- wie bei diesen auf unseren heimischen Schnittblumen-Feldern vorkommenden Sonnenblumen-Arten, denen der Pollen gleich komplett weggezüchtet wurde. Warum der Quatsch? Klebriger Pollen könnte Flecken auf Tischdecken erzeugen. Also erst antäuschen und dann lange Nase. Als Biene wäre ich so was von sauer. Ich finde, da reicht es nicht, diese Sonnenblumen nicht zu kaufen. Man sollte einen Zettel in die Bezahlkästen werfen und drauf vermerken, dass man doch in Zukunft eine Sonnenblume haben möchte, die den Namen auch verdient.

Feddich

 

17.06.21

Wenn jemand denkt- was sollen die ollen Kamellen jetzt? Das Bild ist doch Asbach! - ich wollte nur noch mal kurz dran erinnern, dass wir uns ziemlich genau vor einem Jahr mit etlichen Freiwilligen versammelten und begannen, die Ortsmitte mit insektenfreundlichen Stauden zu bepflanzen. Am Wochenende und trotz Corona. Und es zeigt sich wieder - wenn erst mal ein Anfang gemacht ist, dann läuft sich das meistens irgendwie zurecht. Als wir an die Stadt Buchholz den Wunsch zum Weitermachen meldeten, war die Bereitschaft groß, dass nun in einem Rutsch fertigstellen zu lassen. Da wir nun ja aber alle auch Geld verdienen müssen, ging der Auftrag freundlicherweise an Elli, die uns letztes Jahr schon vor Ort samt ihrer Familie super unterstützt hat.

Nun hatte sich ja die vor zwei Jahren durch die Stadt ausgebrachte Wildblumenmischung durch den Regen dieses Jahres ganz gut in Blüte geschmissen und insofern wurden die Soden mit einem lachenden und einem weinenden Auge rausgenommen. Die Herausforderung war ja eh schon groß, da wir uns alle am liebsten schützend über die vielen hundert Krokus- und Scilla-Zwiebeln, die wir letzten Herbst gepflanzt haben, geschmissen hätten. Aber es wurde aufgepasst und hoffentlich die meisten gerettet und wieder mit eingearbeitet. Ich hatte schon über nebenan.de die Holm-Seppensener aufgefordert zum Blumen pflücken zu kommen. Nun hat Elli das gleich noch potenziert und ganze Wildblumen-Soden zum Mitnehmen an den Beetrand gelegt. Dann die entsprechende Akquise und schon wurden massenweise Pflanzen gerettet und in Holm-Seppensener Gärten wegadoptiert (gibt es nicht das Wort, ich weiß). Heißt unterm Strich: optimale Verwertung auf ganzer Linie. Toll geholfen haben auch wieder die Viebach-Jungs und Paul, der alle Töpfe (es waren hunderte) eingesammelt hat. Hut ab, Paul.

Nächstes Thema: Bewässerung! Dass wir Hochsommerliche Temperaturen haben, merkt jeder und dass das für Neupflanzungen höchst problematisch ist, weiß jeder. Zum Glück hat Marcus (wie immer startklar!) einen Riesenwassertank bei Dirk auf Halde liegen gehabt, der zur Verfügung gestellt wurde. Herr Söller hat Herrn Lorenz von REWE um Nutzung des Wasseranschlusses gebeten, was gewährt wurde und ich glaube sogar, auf Spendenbasis (Wasser ist mittlerweile ein kostbares Gut) und somit drücken wir alle die Daumen, dass die Pflanzen durchkommen. Es darf aber jeder gerne auch seine Wasserflasche (keine Cola bitte, sonst petzen wir das Ronaldo) in die Rabatten entleeren.

Neues vom Saatgut-Automat: Also, wenn Holm-Seppensen diesen Sommer nicht an jeder Ecke blüht wie verrückt, dann weiß ich auch nicht.
Mona Martens hat uns eine sensationelle Saatgut-Spende zukommen lassen. Da freuen wir uns wie Bolle und es kommt gerade rechtzeitig.

Der Artikel im Abendblatt, der super Standort und der Super-Kasten natürlich haben richtig was ausgelöst. Kaum nachgefüllt, schon wieder leer. Wir freuen uns darüber und haben trotzdem eine Arbeitsgruppe eingerichtet, damit der Samen auch weiterhin gespendet werden kann. Es artet in Arbeit aus. Melanie und Christiane (man beachte ihren akkuraten Arbeitsplatz oben rechts) haben nun Schlüssel und kümmern sich um die Auswahl und Befüllung der Schachteln, genau wie ich. Melanie übernimmt dazu noch die Befüllung der Infokästen mit Prospekten und Walburga malt und stempelt wie im Rausch. Läuft.

Schwarmzeit

09.06.2021
Es ist Juni. Nach zwei kalten und nassen Monaten konnten wir uns über endlich über warme Tage freuen. Die Natur ist wahrlich explodiert und
Rasen könnte man jeden zweiten Tag mähen. Könnte man. Die Honigbienen leben dieses Jahr ihren Schwarmtrieb recht ausgeprägt aus und man kann es ihnen nicht verdenken. Das hält aber ordentlich auf Trab. Wer es schafft, sich um den eigenen Garten zu kümmern, wird von mir ausgiebig beneidet. Ich bin mir sicher, jeder der diese Zeilen liest, denkt dabei auch an die Insekten und handelt dementsprechend.

Wir haben die letzten Tage über unseren schönen Saatgutautomaten viel Presse gehabt und das steigert das Interesse natürlich noch mal entsprechend. Über 150 Schachteln sind jetzt schon im Ort gezogen worden und wir gehen optimistisch davon aus, dass die Saat und die Feuerbohnen auch gesät und gepflanzt wurden. Eine unfassbar schöne Vorstellung, dass es an vielen Stellen nun zusätzliche kleine Blühinseln gibt. Hof Tiarella hat uns Unterstützung beim Nachfüllen des Automaten durch eine Saatgutspende zugesagt. Dafür sagen wir herzlichsten Dank und weisen an dieser Stelle noch mal darauf hin, dass es unser aller Bestreben sein sollte, unsere Pflanzen dort zu kaufen, wo sie möglichst regional gezogen und ungespritzt verkauft werden.

Dirk und Irene haben ihren Samstag geopfert und für das neue "Wildbienenhaus" auf dem Seppensener Friedhof ein Gitter gebaut, um die Bienen vor Vogelschnäbeln zu schützen. Und die ersten Hartholzblöcke sind auch schon eingezogen.

Wir wollen mal sehen, wie lange es dauert, bis sich dort eine Population aufgebaut hat. Wichtig ist ja immer die beständige Futterversorgung mit verlässlich verfügbarem Pollen der gleichen Pflanzen. Das gilt jedenfalls für die "oligolektischen" Art. Neudeutsch: die krüschen. Stolz wie Bolle können wir auf die Nisthilfe am Tostedter Weg sein. Die muss nun bald wirklich wegen Überfüllung geschlossen werden. Unglaublich - was da an sonnigen Tagen zu beobachten ist.

Happy World Bee Day 2021

Wie schon die letzten zwei Jahre haben wir heute den Weltbienentag gefeiert. Dieses Jahr sind die Honigbienen wetterbedingt auch wirklich zu bedauern. Ein anhaltend kalter und nasser Frühling hat die Entwicklung der Völker schwer nach hinten geworfen und in den Kästen sitzen die alten "Tanten" und warten auf gutes Wetter - um zu schwärmen. So haben wir uns heute wieder auf das Thema "ausgewogene Ernährung" konzentriert und reichlich von Christiane liebevoll großgezogene Sonnenblumen (natürlich mit Pollen!!) sowie die übliche regionale Wildblumensaat verschenkt. Der Saatgutspender ist zur Zeit ausgeräubert und erst in ein paar Tagen ist Nachschub in Sicht. Aber das konnten wir heute überbrücken. Das Wetter war uns wohlgesonnen und wir hatten reichlich Besuch. Hoffentlich sorgen unsere Gaben für Lust auf mehr Insektenfreundliche Gärten und haben dem einen oder anderen ein sonniges Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke an alle Besucher, Spender und Helfer und alle, die nicht schnell genug an der Bahnschranke die Windschutzscheibe oben hatten (INSIDER!!).

Samenspender - wie eh und je

12.05.21
So kam er zu uns -  vor über einem Jahr. Leicht zerdengelt und mit nicht uninteressanter Vergangenheit. Wir hatten Pläne mit ihm. Aber immer was anderes zu tun. Und so zog es sich und zog es sich. Ein Saatgut-Automat sollte aus dem alten Kondomautomaten werden. Aber er hakte und wollte nicht richtig und so übergaben wir ihn erstmal - voller Optimismus - in die gesegneten Hände von Miriam, die wann immer die Wintertage es zuließen mit Pudelmütze und einem Becher Tee gewappnet aus dem altweißen Zossen ein kleines buntes Wunderwerk entstehen ließ. Dann hat sich Marco dem Kasten angenommen und erstmal die Bombe platzen lassen. "Sieht schlecht aus", "das hätte man vielleicht mal vor der Bemalung prüfen sollen". Wahrheiten, die man sich hinter die Ohren schreiben sollte. Ja, man lernt fürs Leben bei so einem Projekt. Aber zum Glück ist Marco auch kein Hinschmeißer und weltbester Mechaniker mit extremem Hang zum Perfektionismus. Was soll ich sagen - läuft!!

In vier Schächten bieten wir unterschiedliche Überraschungen an. Angefangen haben wir mit zwei Saatgut-Mischungen, einem Hummelretter-Set und einem Schwung Feuerbohnen. Die eignen sich super zum Beranken von Zäunen, Pfählen, Leuten, die nicht schnell genug in die Puschen kommen, denn diese Bohnen wachsen wirklich schnell. Für die Zukunft wünschen wir uns viele Anregungen für den Automaten und vor allem Paten, die sich einem Schacht annehmen möchten. Es ist doch sehr viel Arbeit, wenn sie auch Spaß macht. Und Leni und Mila, die Enkelinnen von Walburga sollen auch mal was anderes spielen :-):
Der Automat läuft gegen eine Spende, die aber kein Muß ist. Wir hoffen sehr, dass wir unsere Unkosten tragen können und sind wirklich gespannt, wie diese Idee vom Ort angenommen wird. Auf alle Fälle steht da jetzt ein richtiger Hingucker, der unsere öde Ortsmitte, die durch den geplanten Mega-Neubau gegenüber sicher nicht attraktiver wird, deutlich aufwertet. Wir können uns halt auch an den kleinen Dingen freuen.

Wochenend und Sonnenschein

24.04.2021
So fing es an, dieses wirklich turboaktive Wochenende. Mit Elli und Vincent wurde das Staudenbeet in der Mitte des Ortes von Laub befreit, Bodenaktivator und Dünger eingeharkt und die gleiche Procedur im Apothekergärtchen (schon gut vorbereitet durch Christiane) durchgeführt. Die harten Frostnächte dieses Winters haben die Pflanzen weitestgehend ohne Schaden überstanden und wir sind optimistisch, dass schon in Bälde das Allium aufblühen und ein richtiger Hingucker sein wird. Elli bestellt jetzt weitere Pflanzen, so dass wir uns dieses Jahr bis zur Höhe der Schaukästen weiter voran arbeiten können. Im nächsten Jahr dann den Rest - man muss die Arbeitsbereitschaft der Leute ja nicht überstrapazieren. Wie ihr gleich sehen werdet, ist es nämlich nicht ganz ohne bei den Bienenbotschaftern mitzuwurschteln. Entweder man hat eh einen leichten an der Klatsche oder man ist Ostfriese :-).

Freitagmittag dann gleich der nächste Einsatz. In einer spontanen Aktion gelebter direkter Nachbarschaftshilfe haben wir zwei Bäumen und drei Sträuchern das Leben gerettet. Wer hat nicht langsam die Schnauze voll vom ewigen Jaulen der Kettensägen und dem Krachen fallender Bäume. Diese Schönheiten werden, so sie denn durchkommen, bald Schatten spenden und die Luft besser machen. Ihr schafft das!!!!

So, und dann am Samstag ging es dann weiter. Treffen um 11 Uhr am Tostedter Weg. Angereist wurde - so es der Werkzeugtransport denn erlaubte - per Fahrrad, Bollerwagen oder Schubkarre. Der hintere Blühstreifen, der im letzten Jahr ja ebenfalls durch ein schweres Fahrzeug zerstört worden ist, wurde durch den unermüdlichen Dirk in den letzten Wochen zweimal  gefräst und heute von vielen Helfern von Steinen befreit, glattgeharkt, eingesät und gewalzt. Das erste Mal mit von der Partie Ann-Kathrin, Nanne, Hannes und Tammo. Hannes, klein wie er ist, zeigte ein besonderes Herz für die Wildbienen, die im strahlenden Sonnenschein ordentlich an der Nisthilfe herumgesaust sind, und hatte Wasser mitgebracht. Danke für diese wunderbare Inspiration. Auch dieser Sommer wird sich laut Prognosen wieder von seiner heißesten Seite zeigen. Und da müssen wir auch den Insekten einen Schluck gönnen. Lieber Hannes, mach dir keine Sorgen. Wir kümmern uns drum.

Der Stare, der Stare, der flocht der Braut die Haare

12.04.2021
Wenn wir über den Erhalt der Artenvielfalt reden, betrifft das nicht nur die Insektenwelt. Direkt im Zusammenhang damit (Insekten) steht auch die Anzahl der Singvögel. Jeder kennt noch die gute alte "Vogelhochzeit", in der viele Arten aufgezählt werden, die man so häufig nicht mehr zu Gesicht bekommt. Ausnahme (wenn man Hühner hat): Der Spatz, der kocht das Hochzeitsmahl, verzehrt die schönsten Bissen all (so sind sie, die verfressenen Federbälle!).

Der Star ist der Vogel des Jahres 2018 und man kriegt ihn leider nur noch selten zu Gesicht, denn er steht mittlerweile auch auf der roten Liste. Wir hatten vor einigen Jahren eine Gang von Staren im Garten, die ein brütendes Spechtpaar aus ihrer Nisthöhle in einer alten Kiefer vertrieben haben. Das war brutal aber wir haben unseren Beschuss mit selbstgebastelten Zwillen irgendwann aufgegeben (:-)) und die feindliche Übernahme akzeptiert. Natur halt. Dann aber wurde es interessant. Was wir in diesem Sommer für unglaubliche Klangmelodien und Geräusche zu hören bekamen war schier unglaublich. Da klingelten vermeintliche Handys in den Baumkronen, es gackerte die Nachbarin in luftiger Höhe - irre!! Nun ist die Kiefer gefallen, Stare haben wir nur noch vereinzelt schillernd über die Wiese stromern gesehen.
Dem wollten wir was entgegensetzen und so haben Dirk und Irene flugs fünf schnittige Starenkästen besorgt, die wir auf der Fläche am Tostedter Weg in eine große Eiche gehängt haben. Stare leben in Kolonien und brauchen so dringend soziale Kontakte, wie wir auch.
Das haben wir nun angeschoben. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Vielen lieben Dank auch an Familie Borchert, die zwei Nistkästen gespendet hat, die nun in den Obstbäumen des Tostedter Weges auf angenehme Mieter warten.Und dann noch mal an alle fleißigen Helfer, die bei den Frühblüher-Pflanzaktionen der letzten drei Jahre dabei waren: das haben wir super hingekriegt. Über 20.000 Zwiebeln sind in den Boden gekommen. Dieses Jahr hat die öde Holm-Seppensener Kreuzung richtig geleuchtet. Wunderbar.

Wir zeigen euch, was ne Harke ist!

20.03.21
Heute haben wir den ersten gemeinsamen Arbeitseinsatz des Jahres hingekriegt - coronaconform versteht sich. Die Flächen sind ja groß genug, um sich mit der Harke und den Aerosolen nicht in die Quere zu kommen. Dreizehn Helferlein haben das Mähgut und vor allem viel Laub und Gras von den Flächen entfernt. So können die austreibenden Pflanzen ran ans Licht und die frische Frühlingsluft. Allerdings hat sich dabei auch gezeigt, dass einige Flächen doch sehr verkrautet sind. Sieht nach viel Fräsarbeit und Neueinsaat aus. Christiane hat das Apothekergärtchen wieder ansehnlich gemacht; mal sehen, was dort dieses Jahr noch nachgepflanzt werden muss, um die Lücken zu schließen. Die Krokusse sehen aber sehr hübsch aus in der Flächen. 

Ein Infoschild für das Tagfalter-Monitoring wurde aufgestellt in der Hoffnung, dass sich die Peristaltik des einen oder anderen Hundes nicht gerade auf unserer Fläche austobt und auch das mehrfache letztjährige Überfahren unserer Wiese durch schwere Fahrzeuge nun ein Ende hat.

Das war nicht unanstrengend heute aber endlich mal wieder mit Leuten zu quatschen und zu lachen hat auf alle Fälle auch sehr gut getan!!!

 

Die Kroküsse sind da

16.03.21

Endlich wieder (kro)küssen. Dieser Tage lässt sich unser Fleiß nicht unter die Krume kehren. Überall blüht es, was das Zeug hält. Wenn es jetzt auch noch wärmer wäre und mehr Insekten fliegen würden, um so besser - aber das kommt noch. Danke an das Heinzelmännchen Nadine, die den Pflänzchen am Bahnhof schon mal den Weg ins Licht geebnet hat - im Alleingang. Wir freuen uns auch schon auf die nächste Runde mit Traubenhyazinthen und den letztes Jahr gepflanzten Blausternchen. Nächstes Jahr müssen wir unbedingt die Farbe Gelb mehr ins Spiel bringen. Diese Farbe hat auf Insekten die gleiche Wirkung wie auf meinen Schwiegervater selbstgemachter Eierlikör.

Uwe hat unsere Blühflächen gesenst. Jetzt ist Schluß mit Winter, denn das war jetzt der Startschuss für die Frühlingsarbeiten. Christiane ist schon mal losgallopiert und hat für unsere Aktion am 21. Mai - Weltbienentag - viele Sonnenblumen- und auch andere Samen in weitestgehend plastikfreie selbstgebastelte Kinderstuben gesetzt. Unter optimalen Bedingungen incl. optimaler Pflege werden die Pflänzchen sich bestimmt gut entwickeln. Und zum Abschluß ein Aufruf von Dirk: wir besorgen das Holz, ihr gestaltet es durch Aufmalen von Punkten (wie Sabine das anlässlich des 50ten Geburtstags der Sendung mit der Maus hier sehr schön vorgemacht hat) und bohrt entweder selber die Löcher oder gebt das Holzstück zurück  Aber lasst eurer Kreativität freien Lauf. Mal gucken, welches Kunstwerk die Wildbienchen dann bevorzugen :-)) Wir melden uns, wenn wir genug Holz beisammen haben, freuen uns aber auch über jede Hartholzspende, die zu kriegen ist.

Ökologische Nische Friedhof

07.03.2021
Die Umgestaltung des städtischen Friedhofes in Seppensen ist wahrlich eine Augenweide und als wir bei einer Begehung vor einigen Wochen sogar eine mögliche Kolonie Hosenbienen auf einem Magerrasen hinter der Kapelle entdeckt haben, haben wir uns doppelt gefreut. Mal sehen, ob es wirklich Hosenbienen sind, denn diese hübschen erdbewohnenden Wildbienen schlüpfen erst Ende Juni / Anfang Juli. Jetzt jedoch machen sich andere Wildbienenarten bereits startklar und deshalb haben wir am Donnerstag zusammen mit Herrn Söller (StadtGrün Buchholz) und Herrn Helms (Pressesprecher) zwei kleine feine Nisthilfen aufgestellt, deren Befüllung zu 100% Dirk Kruk zu verantworten hat. Man beachte die zunehmende künstlerische Ausarbeitung. Die Korpusse hat die Jugendwerkstatt "Chancen schaffen" gebaut - eigentlich für ein Schulprojekt in 2020, das Coronabedingt ausfallen musste. So kommen sie jetzt vorzeitig zum Einsatz und das Schulprojekt wird nachgeholt. Da bleiben wir dran. Toll ist auch, dass wir über einen Artikel im Gemeindebrief (in lesbarer Form in der Rubrik "Presse" zu sehen) immerhin in jedem Holm-Seppensener Briefkasten vertreten sind und vielleicht nimmt sich der eine oder andere geneigte Leser unseren "Appell" für mehr Wildheit im Garten ja zu Herzen.

Yetis der Nordheide

01.02.2021
Minusgrade? Da lachen wir frostig vor uns her. Zwei Stunden Arbeitseinsatz zum Wohle der Holm-Seppensener Wildbienen standen auf dem Programm. Ich kann es immer nur wiederholen - es ist ein wahres Glück solch einen "verbohrten" Typen in den Reihen zu haben. Was Dirk in vielen Stunden Arbeit sich zurechtgewerkelt hat - es ist nicht zu fassen - und dann noch mit künstlerischem Anspruch.Da kommt man ja als Wildbiene echt ins Schleudern - welches Etablissement ist für den Nachwuchs am kommodsten? Wer die Wahl hat, hat die Qual. Auf alle Fälle sind jetzt alle vier großen Nisthilfen gut gerüstet für die neue Saison incl. einem Novum - Strangfalzziegel (ein Geschenk des Imkervereins Harburg-Wilhelmsburg). Mal sehen, wie die angenommen werden.
Und wie der Teufel es will - wir philosophieren über den Zustand der Blühflächen und was wir nun an Saatgut noch ranschaffen müssen - da ruft eine nette Dame vom "Netzwerk Blühende Landschaft" an und nimmt die Bestellung auf. Unentgeldlich! Ist das nicht schön!!

Auf den Tag genau vor einem Jahr.....

19.01.2021
starteten wir eine trotz Corona einsatzreiche Saison mit dem Umsetzen der Nisthilfe am Eidigweg. Umtriebig, wie wir sind, war es damit ja nicht getan. Was aber wird uns dieses neue Jahr bringen? Eines ist sicher - wir dürfen nicht nachlassen, uns in unseren Möglichkeiten für den Schutz von Lebensräumen und den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen. Insekten sind die Lebensgrundlage so vieler anderer Tiere und für die Bestäubung unendlich vieler Pflanzen.
Ich wünsche mir für dieses Jahr viele gemeinsame Aktionen, die uns und der Natur gut tun. Wenn wir nicht im Pulk auftreten können, müssen wir uns eben wie in 2020 als Einzeltäter oder im Rahmen des Machbaren bewegen. Wir kriegen das hin.

2020 - hinfort mit dir!!

04.01.2020

Ja, mehr als doof - ist dof!! Aber schaut mal - so langweilig und grau war es doch nun auch nicht, oder?! Danke an alle, die dabei waren und sei es nur mit guten Wünschen und Gedanken. Und es waren nicht nur wir tätig. Viele kleine und größere Projekte rollen das Feld von hinten auf. Bitte mehr davon!! Das macht Hoffnung und viel Freude.